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Montag, 16. Januar 2012

Einkaufen ist lustig und dann muss man wieder Arbeiten

Gestern haben wir in Christchurch verbracht, wie an jedem anderen Sonntag in Christchurch, war ich auch diesmal auf dem Riccarton Rotaract Sunday Market. Dieser wunderbare Flohmarkt mit Essen, Künstlern, Pflanzen und was einem sonst noch so einfällt. Martin hat es zum Glück auch gut gefallen und so sind wir bestimmt zwei Stunden durch die Stände geschlichen, haben uns allerlei interessantes, lustiges und verrücktes angeschaut (und die ganz normalen Dinge natürlich auch) und am Ende hatte ich ein satirisches Buch über NZ von 1948 und ein paar Surfschuhe von Billabong für zwei Dollar (brauche zum Kajaken wasserfestes Schuhwerk). Außerdem besitze ich nun eine thailändische Fischerhose (warum auch nicht)  und einen geflochtenen Sommerhut. Martin hat uns ein neuseeländisches Kochbuch von Edmonds gekauft (findet sich in jedem Haushalt), unseres ist von 1978 und Himbeeren, außerdem gabs für ihn ein Sausage Roll mit Marocoan Lamb und wir haben nen Trinkstopp gemacht, Flat White für Martin, Chai mit Espresso für mich. Wir waren also sehr erfolgreich.

Wild, wild wild Martins Sausage roll kleines Auto, guter Kaffee

Nächster Stopp war die Westfield Mall, die größte Shoppingmall in Christchurch. Martin brauchte noch eine kurze Hose (hab ich gesagt). Beim Vorbeifahren war uns schon außerhalb der Mall ein Kathmandu-Outlet aufgefallen. Das ist ein neuseeländischer Wander-Ausrüstungsladen. Wir sind rein und haben ganz viel Geld gespart :) Ich hab mir eine schöne Wanderbluse und einen warmen und schönen Pullover gekauft und Martin hat nun einen kurze Hose und ein langärmliges Wanderhemd. Und insgesamt haben wir dabei $390 gespart (und nur 130 ausgegeben). Also echte Sparfüchse :) In der Mall haben wir uns noch kurz umgeschaut und dann gings weiter Richtung Innenstadt.

Wie schon meiner Familie, habe ich auch Martin die neue Container-Einkaufsmeile gezeigt und die Zerstörung in der Stadt, immer wieder ein beklemmendes Gefühl. Nach einem kurzen Zwischenstopp bei Nicky (ich hatte was liegenlassen) – dem  Alpakanachwuchs geht es sehr gut – haben wir uns dann noch Sumner, einen stark betroffenen Strandvorort von Christchurch angeschaut und Martin hat das erste Mal seine Füße direkt in den Pazifik gehalten (also nicht nur in einer Bucht). Das Navi hat dann noch versucht uns über gesperrte Straßen zu leiten, aber zum Abendessen waren wir wieder daheim.

cracks DSC_7353 DSC_7372 DSC_7391 DSC_7395 DSC_7413 mit neuem Hut

Flo und Tibo aus Belgien, ein Helpx-Pärchen, die gerade in der Nähe arbeiten, waren zum Abendessen eingeladen. Wir hatten einen wirklich schönen Abend (wieder mit sehr gutem Essen) und haben uns herrlich unterhalten. Was will man mehr!

grill P1150002

Heute hatten wir unseren letzten Arbeitstag hier, nachdem es nachts gedonnert und geblitzt hatte, gab es morgens noch ein wenig Regen und somit war perfektes Wetter, um die kleinen Salate auseinanderzupflanzen und die Möhren auszudünnen. Das habe ich übernommen, gefolgt von Unkraut zupfen an der Poolbepflanzung und Martin hat die großen, fast schon Unkrautsträucher, also Disteln etc. im Rasen entfernt, sodass Odhran dort mähen kann und sich dann noch um die Spinnweben am Haus gekümmert. Ein sehr geschäftiger Vormittag.

Nachmittags haben wir den Ngaio Point Walk mit schönem Blick auf die Bucht und Onawe Halbinsel gemacht und auch ein bisschen entspannt. Wir genießen immer noch diesen herrlichen Blick, schade, dass man den nicht einfach einpacken kann. Morgen machen wir dann noch eine Rundfahrt über die Insel und Mittwoch geht die Reise dann so richtig los.

DSC_7431 hihi DSC_7453 DSC_7464

Wer noch mehr Bilder sehen will: Einkaufen und Arbeiten in und um Akaroa

Sonntag, 11. Dezember 2011

Mt Maunganui

An meinem zweiten freien Tag habe ich also beschlossen nach Tauranga zu fahren, nicht zuletzt auch um dort meinen Henry mit einem neuen W.O.F. (neuseeländischem TÜV) auszustatten. Also ging es zunächst zum vtnz. Das ist die stattliche Prüfstelle, man kann die Plakette auch bei Werkstätten bekommen, was oft auch günstiger ist, aber da ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass etwas "repariert" werden muss (wobei ich heute erfahren habe, dass der vtnz anscheinend am anspruchsvollsten ist). Naja, zumindest bin ich dort hin. War auch nur ein Auto vor mir. Ich hab mein Auto in der Schlange abgestellt und das Formular ausgefüllt und dann gewartet.

mein Auto steht an für seinen W.O.F.

Als ich dran war, hatten sich sechs weitere Fahrzeuge eingefunden, mein Timing war also perfekt. Henry wurde ausgeleuchtet, Türen geöffnet und geschlossen, das Licht getestet, unter die Motorhaube geschaut usw. (genaueres kann man den Plänen entnehmen). Außerdem habe ich noch Öl, Bremsflüssigkeit und solche Späße für 10€ mehr mit untersuchen lassen und sie haben den Reifendruck angepasst und noch nen paar weitere Zusatzsachen überprüft. Am Ende ist der liebe Henry aber trotzdem durchgefallen, seine linke Hintertür ist nämlich eine Dauerkindersicherung… geht also nicht mehr von innen auf und damit ist das Auto nicht sicher genug für den Straßenverkehr. Aber ich dachte mir, einer meiner Gastgeber wird mir bei dem Problem schon helfen können. Also bin ich ohne weitere Bedenken weiter Richtung Mt Maunganui gefahren (meinem ersten Ziel).

das wird alles geprüft DSC02600da wird es aufgebaart

Zuächst habe ich wegen starkem Regen noch einen Internet-Zwischenstopp bei McD gemacht und dank neuem McFlurry-Angebot auch mal etwas konsumiert. Ein McFlurry mit Erdbeersoße und Crumble (Butterstreuseln), sehr süße, etwas zu schnell zu flüssig, aber lecker. Als der Regen aufgehört hatte, habe ich Henry weiter Richtung Hügel (Mt. Maunganui). Ich habe das Auto in der Nähe des Strandes abgestellt und bin losgezogen.

Am Strand gibt es eine Vielzahl an Cafes die alle sehr gut aussahen, aber ich musste mir Essen erst einmal verdienen. Also ging es viele Stufen hoch und Wege und immer höher und höher und Ausblick genießen (außer beim ausgeschilderten Lookout, der ist nämlich komplett zugewachsen). Aber es war schöne Sicht auf den Vorort Taurangas (Mt. Maunganui genannt) und den Hafen.

und dann habe ich den Mt Manganui erklommen  seht ihr den Weg linkst, da bin ich hoch IMG_1822

Auf dem Gipfel angelangt zog dann ziemlich rasch eine echt Wetterwolke auf und hat Nieselregen mitgebracht und jegliche Sicht genommen. Ich bin trotzdem eine Runde auf dem Plateau rumgelaufen und hab mich im Anschluss auf dem zweiten Weg wieder in Richtung Tal gemacht. Unterwegs hat noch eine brav marschierende Schafherde meinen Weg gekreuzt (ohne Hirten) und dann stand ich am Hafen. Mit vielen Segelbooten und einem großen Passagierschiff.

doch dann zieht Nebel auf IMG_1836 un weg ist die Sicht wohlerzogene Schafe (da war kein Hirte weit und breit) der Hafen ist gefüllt

Ich habe mich dann für einen Stadtbummel entschieden. Hab die schönen Souvenirläden angeschaut und fast nichts gekauft und mich dann mit einem guten Kaffee und richtig gutem Aprikosen-Kuchen in einem wunderbaren Cafè belohnt. Dann habe ich kurz bei Henry vorbeigeschaut und bin noch ein bisschen auf den Felsen der Moturiki Island rumgeklettert und habe den wiederzurückgekehrten Ausblick genossen. Es war dann auch Zeit meine Rückreise anzutreten und so habe ich Tauranga selbst auf einen späteren Zeitpunkt vertröstet.

überall ist es ein bisschen WeihnachtlichKühe, überall Kühe and you and you and you Apricot Healthy Slice with Joghurt and Berry sauce schon bin ich fertig, gibts keine Wolken mehr und die Weihnachtsbäume wachsen hier überall IMG_1915

Sonntag, 4. Dezember 2011

Nass, dunkel und dann leuchtet es

Falls sich jemand schon gefragt hat: Nein, ich bin weder in ein Loch und damit noch tiefer in das ausgeprägte Höhlensystem in Waitomo gefallen, noch im Wasser ertrunken, oder wurde von Glühwürmchen gefuttert. Es war einfach nur wiedermal eine rasante Reisezeit. Also hier nun mein Bericht.

Nach der aufregenden Busjagd und meiner Ankunft in meinem Backpacker-Hostel in Waitomo Caves habe ich also wirklich nicht mehr viel gemacht. Ich habe meine Taschen mal wieder aufgeräumt und dann gelesen (zum Geburtstag gabs den ersten Kluftinger und ich muss sagen, Allgäu-Krimis sind toll). Sonntag bin ich zeitig aufgestanden hab ein Höhlenforscher-Frühstück zu mir genommen (warmes Oatmeal mit Banane und Apfel), ausgecheckt und bin zur Black Water Rafting Company (die direkt gegenüber ist) gegangen.

Um 9 wurden wir (acht Leute: vier Ärzte aus England, ein Pärchen aus der Niederlande und ein Typ aus Irland) von unseren zwei Führern (Drew und Tom) und dem “Lehrling” Ann begrüßt und eingewiesen. Dann gings zum Umziehen. Raus aus den Klamotten, rein in die gepolsterten Neoprenanzüge (Gott sitzen die eng, man befürchtet man kann sich nicht mehr richtig bewegen) mit Jacke, Socken, halbhohen Gummistiefeln (sind wasserfest und rutschfest auf kalkigem Boden) und Helm mit Stirnlampe. Außerdem gab es Kletterausrüstung mit Gurt und Karabiner etc.

Dann gings im Bus zum sieben Kilometer entfernten Höhleneinstieg. Vor diesem befindet sich ein kleiner Abhang mit vier Seilen, an denen Abseilen, also ins Seil einhängen und mit dem Seil umgehen (Anhalten, Geschwindigkeit regulieren) geübt wurde. Und schon konnte es losgehen. Zum Einstieg in die Ruakuri-Höhle mussten wir uns 37 Meter tief durch ein relativ schmales los abseilen, das zudem auch trotz Stirnlampe recht dunkel war. Drew hat uns oben losgeschickt und Tom in Empfang genommen. Hat wirklich Spaß gemacht, hätte ich mir bei weitem nicht so aufregend und gut vorgestellt. Das dauerte aber natürlich auch seine Zeit. Aber man konnte die ersten Glühwürmchen beobachten und ein paar Fossilien in der Höhle finden.

Dann ging es weiter zur nächsten Station. Dem Flying Fox. Man wird an ein fast waagerechtes Seilsystem mit Gefälle gehängt und zischt dann in die Dunkelheit, ungefähr 40 Meter in einen nur von Glühwürmchen beleuchteten größeren Teil der Höhle. Am Ende wurden wir von Drew ausgehakt und konnten den nächsten Zuschauen. Daraufhin haben wir unsere Gurte abgelegt und es gab Kuchen und ein Heißgetränk zur Stärkung. Denn nun sollte es kalt und nass werden.

Jeder bekam einen Reifen und musste den ungefähr drei Meter tiefen Sprung ins Wasser wagen. Ring hinter den Popes, Losspringen, Beine anziehen, Luft anhalten und hoffen, dass man beim Auftauchen im Reifen sitzt. Das hat geklappt. Dann haben wir uns entgegen der Fließrichtung des Wassers den Strom hinaufgezogen (an einem Seil) und anschließend mit den Händen gepaddelt (dazu bewegt man sich am besten rückwärts). Das Wasser hat sich nur recht langsam bewegt, aber es war sehr anstrengend. Nach einer ziemlich lang erscheinenden Paddelzeit meinte Tom, wir können jetzt aufhören, die Stirnlampen ausmachen und uns wieder zurücktreiben lassen und dabei die Glühwürmchen beobachten. Das haben wir dann auch getan. Wunderschön der Anblick.

Tom hat unsere romantische Stimmung dann aber schnell erklärt und uns die Fakten erzählt, die in keiner Broschüre aufgeführt werden. Glühwürmchen sind Maden. Sie werfen Angelschnüre (ähnlich wie Spinnennetze aus) und warten, dass Fliegen und anderes Getier sich darin verfangen und fressen diese dann im erschöpften Zustand (noch lebendig) auf. Das machen sie 9 Monate lang, das Glühen entsteht durch einen chemischen Prozess an dem Enzyme und Proteine beteiligt sind und wird beim Ausscheiden durch oxidieren ausgelöst (so ähnlich zumindest). Wenn sie genug gefressen haben und gestärkt sind, verpuppen sie sich, für ungefähr drei Wochen. Die schlüpfenden Fliegen haben keine Münder, können also weder Essen noch trinken, dafür sehr große Augen, große Flügel und sehr große Geschlechtsorgane. Die vier bis fünf Tage, die sie als Fliegen leben, pflanzen sie sich fort und am Ende legt das Weibchen um die 150 Eier. Wenn die Glühwürmchen schlüpfen haben sie natürlich Hunger und so fressen die Erstgeborenen die Eier ihrer Geschwister auf und ein neuer Kreislauf beginnt. Jetzt wisst ihrs ;)

Nach dieser Biostunde haben wir unsere Reifen wieder abgegeben und sind schwimmend weiter durch das Höhlensystem. Wobei es war nur kurz schwimmen. Dann kamen wir an eine Stelle, die sehr viel Schlammablagerungen an den Wänden hatte und jeder hat eine Gesichtsbemalung bekommen (Tom hat mir einen wunderbaren Bart verpasst) und anschließend mussten wir durch den Rebirth-Canal. Eine ganz enge Stelle (die die Trainer umgangen haben), durch die gekrochen und am Ende ein Foto gemacht wurde. Dann eine kurze Schwimmeinheit und ein Lauf durch den Drunken Stumble. Dieser Bereich hat einen unglaublich unebenen Boden, wurde man nur so vor sich hin stolpert. Nach einer weiteren Schwimmeinheit war wieder Pause angesagt.

Es gab warmen Saft und für alle außer mir Schokolade. Zum Trinken hatten wir farbige Plastikbecher. Die haben wir anschließend über die Lichter unserer Helme gehalten und Langzeitbelichtungsfotos mit Bilder malen und solchen Späßen gemacht. Wir waren also bereit für den letzten Teil unserer Tour.

Klettern war angesagt. Wir mussten ja wieder ans Tageslicht und um dahin zu gelangen, schaut man am Besten wo denn das Wasser so herkommt. Zufälligerweise haben wir einen Wasserfall gefunden und an dieser Stelle sind wir dann die Felswand wieder hinaufgeklettert. Das war gar nicht so einfach, vor allem weil die Beweglichkeit durch den Neoprenanzug wirklich eingeschränkt war. Aber nach einem weiteren Wasserfall waren wir wirklich wieder im Hellen und Warmen. Alle happy und zufrieden und voller Vorfreude auf eine warme Dusche, sowie warme Suppe und Bagel.

Insgesamt hat das ganze fünf Stunden gedauert von denen wir wohl ungefähr drei in der Höhle waren und ich denke um die 90 Minuten im Wasser. Der Neoprenanzug hat relativ warm gehalten, auch wenn das Wasser beim Schwimmen natürlich reingelaufen ist (aber das hat der Körper ja dann schnell gelernt). Also ich hatte einen Riesenspaß und wenn ich endlich einen Computer finde, der mir hilft die Fotos von der CD auf diesen Laptop zu ziehen werden die auch noch zugefügt.

Freitag, 2. Dezember 2011

A lot of sun and then… the moon

Über die Fahrt von Wellington nach Whanganui kann ich leider nicht viel berichten. Das beständige Schaukeln des Buses hat mich mal wieder in den Schlaf gewogen und so bin ich nur von Zeit zu Zeit wach geworden und hab meist festgestellt, dass man das Meer gerade eh nicht sieht. Und irgendwie find ich es immer toll beim Reisen das Meer zu sehen, obwohl ich sonst Berge dem Wasser vorziehen würde. Zumindest bin ich nach vier Stunden und einmal Umsteigen in Palmerston North in Whanganui angekommen. Nach weiteren 15 Minuten Fußmarsch (oh wie freue ich mich auf ein Auto) war ich dann im Tamara Lodge Backpackers. Ein wirklich schönes Hostel, direkt am Fluss (Whanganui River) gelegen, mit einem netten Besitzer, der einem gleich gute Tipps und ein bisschen Information zur Geschichte der Stadt mit auf den Weg gibt. Das Zimmer hatte nur drei, sehr bequeme Betten (diese Nacht komplett von deutschen Mädels belegt) und ein eigenes Waschbecken.

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Nachdem ich mich mit Kerstin aus der Nähe von Frankfurt unterhalten und einen Tee getrunken habe, ging es los die Stadt zu sehen. Der erste Stopp war die Bibliothek, kostenlosem Wifi kann ich eben doch nicht wiederstehen, und so konnte ich auch meinen Blog updaten. Anschließend habe ich mein morgens geschmiertes Brötchen auf den Stufen vor einem weiteren der vielzähligen Kriegerdenkmäler (meist 1914-1918, aber auch WWII und andere Einsätze) genossen und bin dann in die recht griechisch anmutende Kunstgalerie im Queen’s Park gegangen. Ich habe einen tollen Illustrator für mich entdeckt, Graham Percy, leider (oder gottseidank, mein Geldbeutel hätte sich sonst beschwert) gab es nur wenige Postkarten von diesen Bildern zu kaufen und das Begleitbuch war zu teuer und schwer für meine Reiseliteratur.  Außerdem gab es wieder moderne Kunst zu bestaunen. Neben einem Kurzfilm der unter anderem deutsche Modeleisenbahnen zeigte (warum auch immer), gab es auch Acryl-Häute. Der Künstler hat Objekte solang mit Acrylfarbe besprüht bis diese Schicht dick genug war, um sie abzuziehen. Ideen muss man haben.

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Auch in Whanganui ist mir wieder ein Weihnachtsbaum (gleich vor einer Palme) begegnet und manche Schaufenster waren weihnachtlich dekoriert (es gibt einen Wettbewerb um das schönste Weihnachtsschaufenster). Sonst war es übrigens typisch unwinterlich. Es hatte über 20°C und schönsten Sonnenschein. Das Bummeln in der Stadt wird einem auch leicht gemacht, es gibt eine Haupteinkaufsstraße und eben diese bin ich entlang geschlendert. Ein bisschen Window-Shopping und dann bin ich an diesem herrlichen Café vorbeigekommen. Mein Vorhaben eines Caféstopps für heute war geplatzt, spätestens als ich mir erklären ließ aus was das Mad Hutter Slice beinhaltet (unter anderem Lakritzstücke). Der Laden heißt Tea 42 ( Tee für Zwei) und alles ist auf Alice in Wonderland ausgerüstet (die Bücher stehen auch dort rum) und es gibt Gebäck mit den passenden Namen. Herrlich. Der Café war gut und mein Kuchenstück einmalig. War überglücklich.

 IMG_0476 IMG_0482 Mad Hutter Slice - so genial lecker, dieses Land ist so lakritzverrückt wie ich 

Bei meiner weiteren Tour habe ich einen günstigen Gemüseladen entdeckt und gleich mal für mein restliches Abendessen inspiziert und dann bin ich beim Cooks Garden an der Sternenwarte vorbeigekommen. Es hieß Freitagabend bei passendem Wetter ist open viewing, das habe ich mir gemerkt. Außerdem ist mir natürlich die whiskas Werbung im Statium aufgefallen. Weiter gings. Mein Hauptziel des Tages war Durie Hill, auf der anderen Seite des Flusses. Zuvor bin ich aber noch zum Informationszentrum (I-site) und habe mich informiert wann denn Sternenschauen anfängt und Pauline hat nen schönen Fleck zum Verweilen gefunden, die Dame war eh sehr wanderlustig gestern.

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Wir haben dann den Fluss überquert (mit Hilfe der Brücke) und sind zum Fuße des Durie Hills. Das besondere an eben diesem ist nicht nur der Turm (von dem aus man einen guten Blick hat), sondern vor allem ein Aufzug. 1916 wurde eben dieser in den Hügel gebaut, da man hoffte dort oben würden sich dann Leute ansiedeln (zwecks guter Sicht) und mit dem Aufzug ließe sich der Höhenunterschied zur Arbeit überbrücken. Der Aufzug wird auch heute noch betrieben. Man muss zunächst ein gutes Stück in den Hügel hineinlaufen und dann fährt einen die freundliche Aufzugdame für einen Goldcoin (2-Dollar) im Aufzug hoch.

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Oben angekommen habe ich zunächst den Blick vom Aufzugturm genossen (inklusive den Geräuschen, wenn der Aufzug sich bewegt) und dann die 176 Stufen zur Turmspitze erklommen. Für den Rückweg habe ich dann dei Stufen genutzt und bin auf der anderen Seite des Flusses zurückgelaufen. Dies hat mir noch einen beeindruckenden Spielplatz gezeigt. Ich musste mich und Pauline schon sehr zurückhalten, aber mein Hunger hat dabei geholfen, nicht alles auszuprobieren und so bin ich zurück ins Hostel und habe Blumenkohl mit Kumara-Käse-Brei zubereitet.

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Um kurz nach halb neun bin ich dann gemeinsam mit Kerstin zum Ward Observatorium aufgebrochen. Als wir ankamen ging die Sonne gerade unter und die beiden älteren Herren der Whanganui Astronomical Society haben draußen ein Teleskop (200mm Dobsonian) aufgebaut und die Kuppel für das große Teleskop geöffnet. Dieses ist ein 9 1/2- Inch Reflektor Teleskop und wurde 1859 in England gebaut und 1902 von Joseph Ward gekauft und zusammen mit der dazugehörigen Halterung nach Neuseeland verschifft und hier 1903 in die bestehende Sternenwarte eingebaut. Ich hab auch alles mögliche zur Linse, der Sternenzeit und weiteren interessanten Sachen gehört, die ich mir aber leider nicht alle merken konnte.

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Wir haben uns zunächst draußen Venus mit dem Teleskop angeschaut und einen Blick auf den Mond geworfen (herrlich). Das große Teleskop war auf Jupiter gerichtet und man konnte die zwei Ringe sehen und die vier großen Monde. Das war schon sehr beeindruckend. Die inzwischen drei Mitglieder der Sternenwarte haben wirklich unglaublich viel Informationen zu Sternen und Weltall dazugegeben und so ist die Zeit nur so verflogen. Als das große Teleskop auf den Mond gerichtet wurde habe ich mal versucht ein paar Bilder mit meiner Kamera durch das Teleskop aufzunehmen und siehe da, es hat geklappt. Jupiter war leider zu dunkel für diesen Zweck, aber ich bin schon unglaublich stolz auf meine Mondbilder.

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Kurz nach Elf, nach vielen interessanten Gesprächen und tollen Sternnebeln und Schatzkisten im Himmel haben wir uns wieder auf den Rückweg gemacht.Ein wahrlich rundum gelungener Tag und Abend!!! Dazu gibt es natürlich wieder weitere Bilder online: Whanganui