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Samstag, 28. Januar 2012

Von Höhlen, Klippen und dem perfekten Abendessen

Nach einem Tag wie gestern fiel es heute recht schwer aufzustehen, unter anderem auch, weil einfach alles ein bisschen und meine Oberschenkel sehr wehgetan haben (und letztere machen sich noch immer deutlich bemerkbar). Aber rechtzeitig zur Auscheckzeit (10 Uhr) hatten wir unser Zimmer geräumt und nach einem leckeren Frühstück waren wir wieder unterwegs.

Verabschiedungskomitee DSC_9684

Den Weg von Arthurs Pass Richtung Christchurch kannte ich ja schon vom Zug-und-Wander-Ausflug mit Colin und diesmal musste ich nicht im Bus zuschauen, sondern konnte die achterbahnmäßige Strecke selber fahren. Die Straße geht nämlich hoch und runter und nach links und recht, wir haben viele Motorradfahrer gesehen.

Unser erster Halt war das Cave Stream Reserve. Dort fließt ein Fluss unterirdisch durch eine 594 Meter lange Höhle und viele nutzen die Gelegenheit und legen diese Strecke vom Ausfluss bis zum kleinen Wasserfall am Eingang der Höhle zurück. Da uns heute aber nicht nach hüfthohem eisigkalten Wasser zumute war (und schon gar nicht eine ganze Stunde). Sind wir überirdisch geblieben und haben uns lediglich den Eingang etwas genauer angeschaut (und festgestellt, dass das Wasser sehr kalt ist) und die schöne Umgebung. Hat sich aber auch dafür gelohnt anzuhalten.

saukalt DSC_9712 schöne Landschaft

Unserer weiterer Weg führte uns erst durch Springfield und Oxford und in Sheffield wurde ich durch ein großes Plakat aufmerksam. Dort stand “The famous Sheffield Pie Shop” und da Martin ein großer Pie Fan ist, habe ich umgedreht und wir haben uns unser Mittagessen besorgt. Es gab The Sheffield Supreme und Lambsfry&Bacon. Der erste wurde an der wunderschönen Wamakariri Gorge gleich unter der Brücke mit tollem blauen Wasser genossen. Der zweite wurden dann in Greta Valley auf einer gemütlichen Parkbank verdrückt und dann sind wir bis Kaikoura durchgefahren.

DSC_9748 Sheffield Supreme

Pünktlich zur Kaffeezeit haben wir vor einem schönen Kaffee in Kaikoura (das ich schon einmal besucht habe) gehalten und uns jeweils eine Kaffeespezialität und Kuchen gegönnt. So gestärkt sind wir ins Hostel und haben unser sehr großzügiges Zimmer bezogen (mit eigenem Bad).

Kaffeepause mit Meerblick

Für heute haben wir uns noch die Kaikoura Peninsula vorgenommen. Dort war ich ja schon einmal bei schlechtem Wetter unterwegs und heute war uns das Wetter sehr gewogen. Wir haben uns die Seehunde angeschaut und mit den Möwen gequatscht. Gestartet sind wir am Parkplatz und sind dann den Weg an den Klippen entlang bis zum Whalers Point spaziert, dort bot sich nicht nur tolle Abendstimmung, sondern auch ein Weg nach unten, an den Strand.

da wollen wir noch hin Hallo Elsa DSC_9852 DSC_9861

Da noch mehr Ebbe als Flut vorherrschte konnten wir am Strand und den Klippen entlang, also direkt am Pazifik zurückgehen. Wir haben noch tolle Robben entdeckt und ganze Möwenschwärme beobachten können. Auch die Felsformationen an sich sind wirklich nicht zu verachten. Das letzte Stück mussten wir ein bisschen über die Felsen klettern, aber wir sind mit trockenen Füssen wieder am Parkplatz angekommen und wurden von einem großen Seehund verabschiedet.

DSC_9884 Seehunde, alle schlafend DSC_9915 Abendstimmung saß da so mitten auf dem Parkplatz

Die Sonne ging weiter fleißig unter und hat mir mein Lieblingsbild des Tages beschert:

mein absoluter Favourit

Noch ein kurzer Halt im Hostel, wir wollten unsere Wäsche in den Trockner verfrachten und da dieser voll war, muss sie nun draußen hoffentlich irgendwie trocknen. Dann war Zeit fürs Abendessen. Bei meinem ersten Aufenthalt in Kaikoura hatte ich ja schon The Black Rabbit Pizza Co. entdeckt und heute mussten wir weitere Kreationen ausprobieren. Heut gab es:

Garlic Bread Pizza (garlic olive oil, pine nuts, olives, parmesan and fresh herbs), Hen&Ham (plum sauce, roasted chicken, spinach, cream cheese, crispy bacon) und Drunken Rabbit (spiced fruit chutney, braised wild hare, artichoke, cream cheese, aged balsamic)

perfekter Platz zum Abendessen Hen&Ham und Drunken Rabbit

Alles samt ganz herrlich. Zum Verzehr haben wir uns mit Henry an einen Parkplatz direkt am Pazifik begeben und es uns auf dem Rücksitz so richtig bequem gemacht (Vordersitze ganz nach vorne, Kopfstützen weg für bessere Sicht und Fenster auf für Meeresrauschen). Also besser kann man nicht zu Abend essen.

Weiter Kuriositäten des Tages: Eastcoast

Freitag, 27. Januar 2012

1100 Höhenmeter in acht Stunden hoch und runter

Nachdem wir uns bei der Schlechtwetterlage schon seelisch und moralisch auf einen ruhigen, verregneten Tag eingestellt hatten, waren wir heute morgen sehr überrascht, als plötzlich blauer Himmel zu sehen war und kein Tropfen weit und breit. Also sind wir noch vor dem Frühstück zum DOC (Department of Conservation) gestiefelt und nachdem auch dort grünes Licht gegeben wurde, war die Wanderung beschlossene Sache. Wir mussten noch ein Intention Form ausfüllen (wer wie wo wann wohin gehen will), damit jemand weiß, wo er uns suchen muss, falls wir nicht zurückkommen.

Also zurück zum Hostel und Wanderfrühstück zubereitet: Bacon and Eggs with Baked Beans and Toast. Ich habe währenddessen unseren Rucksack gepackt und um kurz nach 10 waren wir abflugbereit.

Bergsteigerfrühstück feinstes Wanderwetter

Wir hatten uns für die Rundwanderung zum Avalanche Peak entschieden und wie von DOC-Mitarbeiter berichtet war der Avalanche Peak Track sehr steil und anstrengend.

und der Track war steil und Pauline chillt noch immer steil

Doch, wir haben uns erfolgreich hochgequält, sind über Stock und vor allem Stein geklettert und nach zwei Stunden waren wir zumindest schon mal über die Baumgrenze hinaus. Kurze Snackpause und weiter ging es. Inzwischen zeigte sich auch schon der Gipfel, die ersten Keas kreisten über unseren Köpfen und was vor allem nicht vergessen werden darf: es schneite. Nicht sehr viel, aber kontinuierlich (natürlich war es nicht kalt genug dafür).

doch nach fast zwei Stunden war die Baumgrenze (bush line) erreicht und mit ihr begann noch mehr herrlicher Ausblick zumindest hat sich ein erster Kea (Bergpapagei) blicken lassen das ist er Pauline versucht wandersmännisch auszusehen

Doch das letzte Stück hinauf war dann nochmal sehr steil und Martin hat mir die letzten Meter zum Gipfel allein überlassen, denn das war dann nicht mehr nur steil, sondern einfach nur noch abschüssig zu beiden Seiten. Aber am Ende gabs noch mehr tollen Blick auf die Südalpen und ich hatte meinen Spaß am herum klettern.

ja, es war immer noch steil den letzten Weg bis zum Gipfel bin ich allein gegangen, da wars dann nämlich links UND rechts sehr abschüssig DSC_9526DSC_9519 

Wieder zurück bei Martin gab es Gruppenbilder und vor allem Lunch (ich hatte einen Bärenhunger).

und vor dem Lunchbreak gabs noch eine Fotopause zu goldig aber ich hab nix abgegeben

Der Runterweg war für mich dann beschwerlicher, ich geh lieber hoch, da hat man noch das Schönste vor sich. Und es geht sehr auf die Zehen, daher rührt auch eine Blase unter meinem großen Zehen. Doch das Wetter war noch gut und wir kamen gut voran, also haben wir uns nicht beschwert (bei wem denn auch). :)

und dann gings Scott's Track bergab also wirklich nicht leicht und dann gab es auch wieder Bäume (gut zum festhalten)

So haben wir unsere Tour auch in knapp acht Stunden beendet, wir mussten nur noch unseren Rückkehrzettel in den Briefkasten des DOC schmeißen (damit sie uns morgen nicht suchen) und dann gabs noch Abendessen.

wieder zurück haben wir das DOC informiert, dass wir heil wieder angekommen sind und abends gabs Tomaten-Lachs-Nudeln

Die Füße tun weh (nicht nur wegen Blasen) und müde macht so viel Frischluft auch. Darum habe ich mich heute kurzgefasst und noch mehr Bilder wie immer hier: Arthur’s Pass

Dienstag, 17. Januar 2012

Entlang der Gipfel dieser Insel

Für unseren letzten Tag haben wir uns was besonderes aufgehoben, die Fahrt auf der Summit Road. Diese führt uns entlang der Gipfel der Bank Peninsula.
Doch zunächst waren wir noch einmal in Akaroa. Martin wollte für unsere Mittagspause Pies und die haben wir im lokalen Supermarkt aus der Wärmetheke geholt. Außerdem gab es eine Mütze für Martin, sodass er jetzt rundum Tourist ist und von der Sonne geschützt. In der Stadt war die Hölle los, da mal wieder ein Kreuzschiff vor Anker lag, dass wir uns noch vom Leuchtturm aus genauer angesehen haben. Und dann ging es los.
Profi am Werk wir zwei mit Kreuzfahrtschiff im Hintergrund (neben Martin)
Zunächst hat Henry ordentlich an Höhe gewonnen und dann sind wir, Ausblick genießend, die Gipfelstraße entlanggefahren.
Beschäftigung für heute los gehts DSC_7509
Unser erster Stopp (abgesehen von Fotopausen) war Oapetu Scenic Reserve, wo wir den Lavericks Peak erklommen haben und uns dadurch einen schönen Blick auf die Bucht und auch den Pazifik auf der anderen Seite der Halbinsel verschafft haben. Ein wenig windig war es, aber für unser Lunch haben wir einen gemütlichen Baumstamm gefunden und die zwei Pies gerecht geteilt. Nach ner Stunde waren wir wieder bei Henry und sind weiter gefahren.
DSC_7511 DSC_7515 Lunch mit Pies und Obst
Nun wurde die Straße verlassen, um die andere Seite des Berghangs zu erkunden, es ging raus zum offenen Meer, Okains Bay war unser Ziel. Die Straße hinunter war steil und kurvig und in Okains Bay angekommen haben wir uns deshalb gleich ein verdientes Eis geholt und sind dann damit am Strand entlang spaziert. Es war durch den Wind doch fast etwas zu kalt für mein Sommerkleid, aber ein Handtuch hat mich gewärmt und wir sind den ganzen schönen Sandstrand am blauen Meer bei Sonnenschein entlang spaziert. Am Ende war noch ein (Zu)Fluss, sogar mit Swimhole, wo viel los war, und gar nicht so kalt, aber wir sind dann doch lediglich durchgewatet, haben ein wenig im Sand gespielt und Krabben und Garnelen gefunden, bevor wir zum Auto zurückgekehrt sind.
Okains Bay, da wo es Eis gibtDSC_7547Schlammpackunges war ein wenig kühl im Windnach der Flussdurchquerungein wenig im Sand gespielteine GarneleDSC_7573
Auf dem Weg zurück haben wir unser erstes Tramper-Pärchen mitgenommen. Die zwei waren, wie konnte es nicht anders sein, aus Nürnberg und wollten nach Duvauchelle, eine Bucht weiter als wir. So sind wir die Summit Road fertig gefahren, haben sie abgeliefert und sind dann glücklich und zufrieden in unser feines Domizil zurückgekehrt.
Abends gab es ein letztes Mal Joans herrliche Kochkünste. Mit Lias sehr leckeren Frühlingsrollen, Chicken Wings als Hauptgang und dieser herrlichen Dessert-Komposition. Ideen muss man haben und ein wenig Können auf jeden Fall auch.
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Auf Flos und Tibos Anraten hin, haben wir uns zum Sonnenuntergang noch einmal aufgemacht und sind zur Summit Road gefahren. Wir haben uns eine noch sonnige Stelle gesucht und uns dann den Sonnenuntergang angeschaut. Zuerst draußen und dann haben wir es uns in Henry gemütlich gemacht, bis die Sonne hinter den Bergen verschwunden war.
Sonnenuntergang DSC_7598 DSC_7626 toller Sternenhimmel
Und alle Bilder findet ihr hier: Summit Road