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Samstag, 18. Februar 2012

Viel Strand und noch mehr Sonne

So, jetzt hab ich endlich endlich mal wieder Internet, McDonalds sei Dank. Im Hostel ist die Internetverbindung nämlich unverschämt teuer und das Geld kann ich in andere Dinge besser anlegen. So konnte ich jetzt auch einen ersten kurzen Bericht über die letzten Tage hochladen. Zum Ausführlich schreiben fehlt zur Zeit einfach die Zeit. Aber bis zum nächsten McD-Besuch (Martin hat zum Zeit überbrücken und Gewissen beruhigen Cheeseburger gekauft) sollten zumindest wieder ein paar Fotos hochladbar sein. Die versuchen wir heut Abend mal durchzuschauen.

Heute wurden wir um 10 von Herwig und Shan Shan abgeholt und sind dann mit ihrem Auto ein paar Strände weiter (Richtung Hafen gefahren). Zunächst sind wir entlang der wunderschönen steilen Küste gewandert und haben uns Bronte, Tamarama und Bondi Beach angeschaut. Die ersten beiden waren durch ihren weißen Strand und das wunderschön blaue Meer sehr einladend, letzterer wirkte aufgrund seiner Länge eher wie einer dieser typischen Touristenstrände (was er auch ist). Also die kleinen gemütlichen sind uns allen lieber. Aber wir hatten unsere Badesachen nicht mit und so sind wir zurück zum Auto.

Der nächste Halt war die Hafeneinfahrt. South Head und North Head konnten wir von den Klippen der südlichen Hafeneinfahrt einsehen und auch dort kann man wieder schön spazieren gehen. Wir haben es alle sehr genossen, auch wenn die Hitze langsam anstrengend wurde (heute war das erste Mal so richtig australisches Sommerwetter). Also haben wir uns einen weiteren kleinen Strand gesucht, was zum Erfrischen gekauft (ich hatte ein herrliches, aber auch überteuertes Mango Sorbet und Martin ein Hühnchen Sandwich) und das dann im Schatten, mit Blick auf das CBD (City Business District) und die Bögen der Harbour Bridge genossen. Das war schön.

Dann ging es wieder zurück zum Auto, auf dem Weg sind wir ein bisschen durch, hmm, es sah aus wie ein Stückchen Urwald gelaufen. Am Eingang hingen gleich zwei große Spinnen, aber in sicherer Entfernung und dann wäre ich beinahe noch auf einen ungefähr 20cm langen Lizzard getreten. Er ist dann aber doch lieber in Sicherheit geflüchtet und ich habe mich ein wenig erschreckt.

Von dort ging es in die Westfield Mall, ein riesiges Shoppingcenter mit sehr vielen Essensmöglichkeiten und zwei Supermärkten. Interessanterweise haben auch in einer so großen Mall die Läden nur bis 17:30 geöffnet (außer die Supermärkte), aber wir waren ja eh zum Mittagessen da. Jedes Pärchen hat sich beim Inder einen großen Teller mit Reis und dreierlei Curry für $10.50 geholt, was deutlich genug war und im Anschluss waren wir im Woolworths (was das gleiche Zeichen wie Countdown in Neuseeland hat) einkaufen. Morgen werden Martin, Herwig und ich zu den Blue Mountains fahren und zur Belohnung nach unserer Wanderung dort werden wir dann schön Picknicken. Dafür und unser Abendessen haben wir also eingekauft.

Wieder im Hostel angekommen, haben wir uns ein letztes Mal über kalt-waschende Waschmaschinen (und sich nicht vollständig auflösendes Waschpulver) geärgert. Irgendwie haben wir dann noch für all unsere Wäsche an der Wäscheleine (ohne genügend Klammern, natürlich) Platz gefunden und nun hoffen wir auf trocknen (ohne zu viel Wind, sonst fliegen die nicht befestigten Sachen weg).

Nun haben wir also noch fünf Tage und gaaaanz viele Pläne, es bleibt spannend, was wir davon umsetzen können, aber ich freu mich schon!

Freitag, 17. Februar 2012

Alles einmal in kurz und knackig, bitte

Nun schon vier Tage ohne Internet oder Telefon… Aber zumindest haben wir wieder Strom.

Wir sind also zurück in großstädtischem Gebiet, genauer Sydney, also wir reden hier von richtig groß. Ich liege auf unserem Hotelbett, hoffe auf einen Luftzug vom Ventilator (der sich aber nicht oder nur nicht mehr bewegt) und lasse nun mal den Tag Revue passieren. Es ist nämlich schon wieder halb 12.

Eigentlich kann ich die letzten vier Tage zumindest mal grob zusammenfassen, sobald Zeit ist, werde ich meine schon stichpunktartig vorgefertigten Berichte verfassen und die passenden Bilder hochladen.

Dienstag haben wir unseren Campervan abgeholt, uns aus Melbourne rausgestaut und dann konnte das Abenteuer beginnen. Schnell haben wir festgestellt, dass der Camper toll ist, aber nur mäßig gefedert, weshalb er den Namen Hoppelbus trägt. Es gab eine Milchshake-Pause und irgendwann sind wir auf einer tollen Halbinsel – Wilsonson’s Prom – angekommen und haben uns ein Plätzchen für die Nacht gesucht. Nach unserem schönen Strandspaziergang haben wir auch die Campingplatz-Mitbewohner kennengelernt – WOMBATS. Viele davon und einer hat sich sogar anfassen lassen.

Mittwoch war ich frühmorgens im Ozean schwimmen und wir haben den Rest des Tages unser längstes Pensum bewältigt, über 550km. Unterbrochen von Fish&Chips in Port Albert und begleitet von schönen Landschaften, u.a. auch dem Ninety Mile Beach. Abends haben wir uns einen Stellplatz mit Strom ergattert, wieder lecker im Hoppelbus gekocht und am nächsten Morgen gabs dann viele Pelikane im kleinen Hafen zu bestaunen.

Donnerstag haben wir ein alte Leute Ort besucht, Eden hat nämlich ein interessantes Killer Whale Museum, mit einem Orca Skelett und vielen anderen interessanten Dingen. Auf der weiteren Reise gab es tolle Strände und dann sogar einen Meereswasserpool. Der sogenannte Blue Pool ist natürlich direkt am Ozean, aber von Felswänden abgeschirmt. Das Wasser war somit etwas wärmer als im Meer und wir haben das ganze gleich zum Schwimmen genutzt. War durch den Wind gar nicht so einfach. Belohnt haben wir uns mit sehr sehr leckerem Eis, noch mehr Stränden und dem Australia Rock (ein Fels in der Brandung mit einem Loch, das die Umrisse von Australien zeigt). Unser letzter Campingplatz wurde dann von Kängurus besiedelt. Nicht nur eins oder zwei, sondern ganz viele. Haben sich nicht streicheln, aber beobachten lassen, und überall standen sogenannte “Roo Poo Rake” rum (Rechen zum zusammenkehren der Känguru-Kacke).

Heute waren dann bis 15 Uhr noch 280km zu bewältigen. Also ging es früh los, ein bisschen was sehen wollten wir ja trotzdem. Der angeblich weißeste Sandstrand der Welt, Hyams Beach, lag auch auf unserer Route. Der sah schon wirklich einladend aus, ob es jetzt der weißeste Strand ist, sei mal dahingestellt, aber wenn es Duschen gegeben hätte, wären wir definitiv noch eine Runde schwimmen gegangen. Die Zeit wurde dann langsam knapp, also sind wir den Princes Highway und Teile des Grand Pacific Drive entlanggefahren und hatten in Kiama noch auf Wasserfontänen bei den Blowholes gehofft. Das gabs zwar nicht, dafür aber Eis und einen Leuchtturm. Weitere Sehenswürdigkeiten am Grand Pacific Drive hat die fortgeschrittene Zeit leider verhindert. Aber wir haben es doch tatsächlich geschafft pünktlich um 15 Uhr bei der Autoabgabe zu sein. Mussten nur noch Tanken, aber der Angestellte vom Vermieter hat mir die nächste Tanke erklärt und es war kein Problem, dass wir dann später abgegeben haben.

Nach dem Auspacken und Zurückgeben des Wagens hat Herwig, Martins Freund, uns abgeholt und zum Hostel gebracht. Das macht Mittagspause von 13 bis 17 Uhr, so haben wir uns im Nieselregen Coggee Beach (200 Meter vom Hostel entfernt) angesehen und dann noch eine Runde Kaffee bzw. Chai Latte getrunken. Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, dachten wir uns nix wie weg. Herwig hat uns zunächst seine Wohnung gezeigt, bzw das Zimmer in der Wohnung, welches er und seine Frau Shan Shan bewohnen. Also nach Sydney ziehen wir glaube ich nicht. Sehr klein für viel Geld. Dann haben wir noch einen Unirundgang bekommen (Herwig bearbeitet an der NSWU gerade seine Doktorarbeit) und dann wurden weitere Pläne bei einem Bierchen geschmiedet.

Kurze Zeit später sind wir auch mit Shan Shan zusammengetroffen und haben bei einem phantastischen Thai-Laden sehr sehr gut gegessen. So gestärkt hat Herwig dann vorgeschlagen noch in die Innenstadt zu fahren und so haben wir nun sogar schon das Opera House, die Harbour Bridge, die Skyline und ein großes Kreuzfahrtschiff bei Abendbeleuchtung gesehen. Was will man mehr!

Sonntag, 12. Februar 2012

Begegnungen mit menschlichen und tierischen Einwohnern

Unseren Tag haben wir mit einer Ausstellung zur Geschichte der bewegten Bilder begonnen im Australian Centre of Moving Image begonnen. Dort haben Sie nicht nur die Entwicklung des Films betrachtet, sondern viel zum Ausprobieren und Mitmachen gehabt: Videospiele, Soundeffekte ausprobieren, Wirkung von Farben und und und. War wirklich interessant (und obendrein noch kostenlos).

schöner Blick und links gehts ins Australian Centre for the Moving Image dort kann man u.a. zum Monster werden

Dann haben wir mit Freude festgestellt, dass am Sonntag Tram-Fahren sehr günstig ist. Wir wollten zum Prahran Market und dann nach St Kilda und am Sonntag gibt es doch glatt ein Sunday Saver Ticket ($3.50 statt $7.60). Wegen dem St. Kilda Streetfestival war auch einiges los, aber wir haben es trotz vieler Menschen erfolgreich zum Markt geschafft (der nicht in St. Kilda ist). Es handelt sich dabei um den ältesten Markt Melbournes. Der an sich schon nicht sehr groß ist und Sonntags leider auch nur von einigen Marktleuten bewirtschaftet wird. Wir hatten trotzdem Glück, denn der Dumpling Mann (eher Italiener als Asiate) hat uns ein gutes Angebot für seine chinesischen Knödel gemacht und die Frau vom “4 für $10 Stand” hat uns nicht nur richtig teuren Schinken geschenkt, sondern auch noch nen sehr gutes Angebot für Brot und süße Brötchen gemacht. Unser Abendessen war damit beschlossene Sache: Picknicken mit dem frisch gekauften Brot, Schinken, Brie und Aufstrich.

unser Dumpling-VerkäuferPrahran Market aber der "4 for $10 Stand" hat alles rausgerissen, da haben wir unsere Picknickausrüstung erstanden 

Das St Kilda Festival bietet eine Vielzahl australischer Musiker (mir scheint vor allem aus der Rock und Independent-Szene) und am letzten Sonntag (also heute) auch noch ein Straßenfest mit Ständen und allerlei Straßenkünstlern. So waren wir bei weitem nicht die Einzigen, die sich Zauberer, Akrobaten, Musiker und Fahrgeschäfte genauer angeschaut haben. Auch der Regen konnte die Unmengen an Menschen nicht fern halten (waren auch immer nur leichte Schauer). Wir haben es aber erfolgreich geschafft, nur zu gucken und zu lauschen und kein Geld auszugeben. Außerdem waren wir an unserem ersten australischen (Sand-)Strand und ich habe meine Füße in die tasmanische See gehalten.

 Straßenkünstlernmit vielen Menschen sowie einem Strand

Dann gibt es in St Kilda auch noch ein Pier und wir sind natürlich den Steg entlang gelaufen und dann noch ein bisschen weiter auf den Wellenbrecher. Dort haben wir festgestellt, dass hier Pinguine wohnen. Vier Uhr Nachmittag war aber leider zu früh für die Rückkehr der kleinen Tierchen, aber gucken kostet ja nichts. Und siehe da, wir haben insgesamt sechs der kleinen blauen Pinguine (und noch irgendwelche etwas größeren grau-braunen) entdeckt. Anscheinend sind die Jungen im Moment noch in der Mauser und deshalb auch tagsüber an Land. Ein wirklich toller Zufall. So konnten wir wirklich vollauf zufrieden unseren Rückweg antreten.

obendrein: toller Blick auf die Skyline und Pinguine DSC_2479

Zunächst noch einmal ins Hostel, wärmere Sachen anziehen (also ich zumindest) und vor allem Picknick-Ausrüstung mitnehmen. Martins neue Picknickdecke (danke an die freundliche Fluggesellschaft), noch schnell zwei Tassen und Besteck im Hostel ausgeliehen und natürlich unsere Verpflegung (inklusive der auf dem Heimweg gekauften Rotebeete-Creme und des Weißweins – hier genauso teuer bis teurer als in Neuseeland). Dann ging es los. Eine Station mit der Tram gefahren (Ticket muss sich ja lohnen) und in der Kings Domain angefangen. Dort gibts schöne Rasenflächen, Kunstobjekte und eine auch abends beleuchtete Laufstrecke. Man kommt auf diesem Weg auch am Shrine of Remembrance vorbei (ein recht beeindruckendes Gebäude zum Gedenken an die Gefallenen im Ersten Weltkrieg).

mit Kunst dem Shrine of Remembrance

Am Eingang zum botanischen Garten wurde gerade der Mitsommernachtstraum aufgeführt (oder irgendein ähnliches Shakespeare Stück, bin mir grad nicht mehr sicher). Wir sind ja aber sowieso an der Sternenwarte vorbei und in den botanischen Garten rein. Dieser ist wirklich schön. Er ist aufgebaut wie ein großer Wald mit vielen Wiesen und zwischendurch kleinen thematischen Gärten, gar nicht wie unsere botanischen Gärten daheim und obendrein wieder kostenlos. War wirklich sehr schön. In der Mitte, an einer Stelle mit tollem Blick auf die Skyline der Innenstadt gab es sogar Freiluftkino (mit $18 deutlich teurer als Daheim und außerdem lief Sherlock Holmes, den kennen wir schon aus Wanaka). Wir haben aber kurz den Blick genossen und sind dann weiter spaziert.

und dem botanischen Garten und tollen Bänken

Der Weg hat uns noch am Separation Tree vorbeigeführt. Einer der wenigen verbliebenen Red Gum Trees der Gegend und ein Wahrzeichen für die Abspaltung von New South Wales und damit Beginn Victorias als eigener Bundesstaat. Außerdem haben wir auch hier Pukekos gesehen (oder zumindest ähnliche Tiere) und einen weißen Reiher, alle an einem schönen See.

DSC_2554 Pukekos?

Als wir aus dem botanischen Garten wieder raus waren, haben wir uns auf einer großen Wiese in der Nähe einer Laterne ausgebreitet und im Sonnenuntergang unser Picknick genossen. Als es langsam dunkel wurde, hat Martin plötzlich die ersten Flughunde bemerkt und dann wurden es immer mehr. Wir haben also gebannt den vorbeifliegenden Tierchen zugeschaut und dann hatten wir auch noch Besuch. Ein Possum kam vorbei, dass sehr neugierig war und von mir auf den Namen Else getauft wurde. Wir hatten bestimmt 20 Minuten viel Spaß dabei, dem Tierchen zuzuschauen und sie war sogar so zutraulich, dass wir sie beide Streicheln konnte. Wie schon von den Fellen in Neuseeland bekannt, sind diese Tierchen auch lebend kuschelig weich.

unser Picknick bei Sonnenuntergang mit Possumbesuch

Ein guter Abschluss für einen tollen Tag! Zurück gings am Yarra River und dann sind wir auch schon bald eingeschlafen: Frischluftvergiftung! Hier alle Bilder und mehr nochmal zum Nachverfolgen: Melbourne – Tag 2

Sonntag, 29. Januar 2012

Wohin man blickt: Wasser (heute morgen noch mit tierischen Sichtungen)

Erneut überwinde ich die See, welche Süden und Norden Neuseelands voneinander trennt. Nun schon zum vierten (und vorerst letzten) Mal habe ich eine Fähre betreten und warte auf die Abfahrt. Martin hat seine Kamera geschnappt und erkundet das große Schiff, ich halte unsere gemütlichen (sesselähnlichen) Sitze am Fenster mit Ausblick frei.

Das ist aber nicht unsere erste Schifffahrt heute. Unser Tag hat sehr zeitig begonnen. Schon um halb 7 hat der Wecker geklingelt und versucht uns aus dem Bett zu werfen. Nachdem wir Großes vor hatten, bin ich schnell aufgestanden und da unser Trip per Telefon bestätigt wurde, ist auch Martin aus dem Bett gesprungen (also nur wörtlich). Unsere Wäsche war wie durch ein Wunder (oder auch das Wetter) über Nacht sehr gut getrocknet und es gab wunderbares kalte-Pizza-Frühstück.

So gestärkt waren wir um 7:45 am Strand, dort befindet sich das Hauptgebäude von Whalewatch Kaikoura. Wir haben die Tickets abgeholt und sicherheitshalber noch eine Tablette gegen Seekrankheit gekauft, es wurden starke Winde gemeldet. Nach einem Sicherheits-Briefing konnten wir dann in den Bus steigen. Dieser hat uns auf die andere Seite der Kaikoura Peninsula gebracht, dort liegen die speziell angefertigten Boote des Unternehmens. Unsere Wawahia hatte viel Platz (also auch genug Beinfreiheit) für 48 Personen, einen Skipper, einen Maat (der vor allem nach Walen Ausschau halten musste), einen Guide (der uns viel über Wale, aber auch Delfine und ähnliches erzählen konnte) und einen Guide, der allein für unsere Sicherheit und unser Wohlbefinden da war.

unser Schiff unser Maat 

Zum Ablegen und während das Boot in voller Fahrt ist, mussten wir innen auf unseren (bequemen) Sitzen warten, aber es gab große Fenster, aus denen man einen guten Blick hatte. Wir hatten Glück, die früheren Boote hatten schon einen Wal geortet, der bald wieder auftauchen müsste (Pottwale können 40 bis 60 Minuten lang tauchen). Also haben wir uns dort hinbegeben und siehe da, ein riesengroßer Wal lag direkt vor uns und hat in regelmäßigen Abständen Luft durch sein Blowhole geblasen. Wir haben ihn ganze elf Minuten dabei beobachtet, bis er wieder abgetaucht ist (und uns seine wunderschöne Schwanzflosse präsentiert hat).

 juhuu, ein Pottwal DSC_0051

Bevor es weiter ging haben wir noch einen wunderschönen Wanderer Albatros beobachtet und dann sind wir weiter gefahren. An einer Stelle hat der Skipper mit einem Hydrophone versucht einen weiteren Wal zu Orten. Das schien ihm auch gelungen, nur leider wollte der Wal dann partout nicht auftauchen. Naja, man kann die Natur zu nichts zwingen. Wir hatten dabei aber die Möglichkeit noch ein bisschen “Wasser-Achterbahn” zu fahren. Also vorne an der Reling zu stehen, während das Boote über die Weltmeere bzw die Wellen des Pazifik fährt. Ein Spaß!

ein echter Wasserläufer 

Auf dem Rückweg haben wir zwei winkende Pelzrobben durchs Fenster gesehen und dann noch Dusky Dolphins getroffen. Eine recht große Gruppe Delfine ist dann links und rechts ums Boot herumgetollt, das was drollig. Vor allem sind sie auch gesprungen und hatten scheinbar allerlei Spaß. Ein gelungener Abschluss. Nach 150 Minuten (ungefähr 17km von der Küste und wieder zurück entfernt) waren wir wieder an Land und alle glücklich und zufrieden.

Delfin-Ballett wunderschön 

Wir haben dann zunächst noch einen kleinen Bummel durch Kaikoura gemacht (und Martin hat mir eine sehr schöne Greenstonekette geschenkt), man muss ja das Angebot begutachten und obendrein die Wirtschaft unterstützen. Bevor wir die Stadt verlassen haben, gab es noch Mittagessen. Natürlich beim World famous Seadfood BBQ. Der Verkäufer hat sich sogar an mich erinnert, fand ich super und er war auch überrascht, als ich meinte, das wäre schon fast 4 Monate her. Zumindest haben wir zwei uns Paua Fritter, Crayfish Fritter und sechs Garlic Scallops jeweils zwischen zwei Brotscheiben bestellt. die Präsentation mit Salat, Zitrone und ein bisschen Paprika war sehr gut und es war lecker. Sehr lecker.

der Blauwal, Martin und ich da bin ich mal wieder herrlich lecker 

Auf unserem Weg nach Picton haben wir unseren Kluftinger weitergelesen (sie meinen den Täter gefasst zu haben, aber die Beweise…) und am Ohau Point angehalten. Eine Stelle an der ich bereits vor vier Monaten mit dem Bus kurz gehalten habe, denn dort gibt es eine  Unmenge an Fur Seals. Herrlich. Vor allem die jungen, kleinen hatten es uns angetan. Die sind im Gegensatz zu den alten nämlich unglaublich aktiv, robben überall herum, tollen in Wasserlöchern, ärgern andere und und und. Es war schwierig Martin wieder ins Auto zu bekommen :)

Kinderpool eine robbende Pelzrobbe 

Das Wetter hatte sich nach dem guten und übrigens unwindigen Seefahrtwetter deutlich bewölkt und während unserer Autofahrt hat es lang geregnet. Aber in Picton schien wieder ein bisschen Sonne und so haben wir uns erst mit Pizzaschnitten fürs Abendessen beim Bäcker eingedeckt und sind dann eisessend die Promenade entlang und haben uns an den Hafen gesetzt. Das Lakritz-Eis schmeckte auch beim dritten Mal noch hervorragend und hat sich gut mit den Wildberries vertragen. Martin hatte endlich Hockey Pockey (fand er gut) und Cookies und Cream. So gestärkt sind wir noch an den Segelbooten entlang spaziert und haben uns über die Name der Boote belustigt. Unsere imaginären Transportmittel würden Gertrud und Rettungsboot Helmut heißen oder Wasser&Brot. Naja, wir hatten noch mehr brillante Ideen, allesamt besser als das heutige Angebot (wobei die Schiffchen an sich, schon recht beeindruckend waren, zum Teil).

EIS EIS EIS EIS EIS ein paar kleine Bötchen 

Nach Anstehen vor der Fähre befindet sich Henry inzwischen auf dem Eisenbahn-Deck (heute fahren also keine Züge mit) und wir zwei nun auf hoher See. Am Abend, also in zwei Stunden werden wir Wellington erreicht haben und bis dahin genießen wir die Überfahrt.

gibts hier was umsonst? heute sind wir Eisenbahn auf Wiedersehen Südinsel windig, sehr windig das Ende der Südinsel, auf zu neuen Abenteuern

Für beinahe rund-um Walansichten und meer, einfach mal hier klicken: Walegucken

Samstag, 28. Januar 2012

Von Höhlen, Klippen und dem perfekten Abendessen

Nach einem Tag wie gestern fiel es heute recht schwer aufzustehen, unter anderem auch, weil einfach alles ein bisschen und meine Oberschenkel sehr wehgetan haben (und letztere machen sich noch immer deutlich bemerkbar). Aber rechtzeitig zur Auscheckzeit (10 Uhr) hatten wir unser Zimmer geräumt und nach einem leckeren Frühstück waren wir wieder unterwegs.

Verabschiedungskomitee DSC_9684

Den Weg von Arthurs Pass Richtung Christchurch kannte ich ja schon vom Zug-und-Wander-Ausflug mit Colin und diesmal musste ich nicht im Bus zuschauen, sondern konnte die achterbahnmäßige Strecke selber fahren. Die Straße geht nämlich hoch und runter und nach links und recht, wir haben viele Motorradfahrer gesehen.

Unser erster Halt war das Cave Stream Reserve. Dort fließt ein Fluss unterirdisch durch eine 594 Meter lange Höhle und viele nutzen die Gelegenheit und legen diese Strecke vom Ausfluss bis zum kleinen Wasserfall am Eingang der Höhle zurück. Da uns heute aber nicht nach hüfthohem eisigkalten Wasser zumute war (und schon gar nicht eine ganze Stunde). Sind wir überirdisch geblieben und haben uns lediglich den Eingang etwas genauer angeschaut (und festgestellt, dass das Wasser sehr kalt ist) und die schöne Umgebung. Hat sich aber auch dafür gelohnt anzuhalten.

saukalt DSC_9712 schöne Landschaft

Unserer weiterer Weg führte uns erst durch Springfield und Oxford und in Sheffield wurde ich durch ein großes Plakat aufmerksam. Dort stand “The famous Sheffield Pie Shop” und da Martin ein großer Pie Fan ist, habe ich umgedreht und wir haben uns unser Mittagessen besorgt. Es gab The Sheffield Supreme und Lambsfry&Bacon. Der erste wurde an der wunderschönen Wamakariri Gorge gleich unter der Brücke mit tollem blauen Wasser genossen. Der zweite wurden dann in Greta Valley auf einer gemütlichen Parkbank verdrückt und dann sind wir bis Kaikoura durchgefahren.

DSC_9748 Sheffield Supreme

Pünktlich zur Kaffeezeit haben wir vor einem schönen Kaffee in Kaikoura (das ich schon einmal besucht habe) gehalten und uns jeweils eine Kaffeespezialität und Kuchen gegönnt. So gestärkt sind wir ins Hostel und haben unser sehr großzügiges Zimmer bezogen (mit eigenem Bad).

Kaffeepause mit Meerblick

Für heute haben wir uns noch die Kaikoura Peninsula vorgenommen. Dort war ich ja schon einmal bei schlechtem Wetter unterwegs und heute war uns das Wetter sehr gewogen. Wir haben uns die Seehunde angeschaut und mit den Möwen gequatscht. Gestartet sind wir am Parkplatz und sind dann den Weg an den Klippen entlang bis zum Whalers Point spaziert, dort bot sich nicht nur tolle Abendstimmung, sondern auch ein Weg nach unten, an den Strand.

da wollen wir noch hin Hallo Elsa DSC_9852 DSC_9861

Da noch mehr Ebbe als Flut vorherrschte konnten wir am Strand und den Klippen entlang, also direkt am Pazifik zurückgehen. Wir haben noch tolle Robben entdeckt und ganze Möwenschwärme beobachten können. Auch die Felsformationen an sich sind wirklich nicht zu verachten. Das letzte Stück mussten wir ein bisschen über die Felsen klettern, aber wir sind mit trockenen Füssen wieder am Parkplatz angekommen und wurden von einem großen Seehund verabschiedet.

DSC_9884 Seehunde, alle schlafend DSC_9915 Abendstimmung saß da so mitten auf dem Parkplatz

Die Sonne ging weiter fleißig unter und hat mir mein Lieblingsbild des Tages beschert:

mein absoluter Favourit

Noch ein kurzer Halt im Hostel, wir wollten unsere Wäsche in den Trockner verfrachten und da dieser voll war, muss sie nun draußen hoffentlich irgendwie trocknen. Dann war Zeit fürs Abendessen. Bei meinem ersten Aufenthalt in Kaikoura hatte ich ja schon The Black Rabbit Pizza Co. entdeckt und heute mussten wir weitere Kreationen ausprobieren. Heut gab es:

Garlic Bread Pizza (garlic olive oil, pine nuts, olives, parmesan and fresh herbs), Hen&Ham (plum sauce, roasted chicken, spinach, cream cheese, crispy bacon) und Drunken Rabbit (spiced fruit chutney, braised wild hare, artichoke, cream cheese, aged balsamic)

perfekter Platz zum Abendessen Hen&Ham und Drunken Rabbit

Alles samt ganz herrlich. Zum Verzehr haben wir uns mit Henry an einen Parkplatz direkt am Pazifik begeben und es uns auf dem Rücksitz so richtig bequem gemacht (Vordersitze ganz nach vorne, Kopfstützen weg für bessere Sicht und Fenster auf für Meeresrauschen). Also besser kann man nicht zu Abend essen.

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