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Mittwoch, 22. Februar 2012

Martins Ehrentag

Nachdem wir erst um Eins im Hostel angekommen waren, wurde an Martins Geburtstag ausgeschlafen, das haben wir ja bisher im Urlaub nicht gemacht und war dringend notwendig. Dann gab es natürlich eine kleine Bescherung und wir haben uns in der Coogee Bay Road ein schönes Frühstückslokal gesucht. Das Tango Café war eine gute Wahl. Martin hatte Spiegeleier mit Schinken, Wurst, Baked Beans und Toast und ich einen schönen großen Obstsalat mit Joghurt. Dazu gab es frisch gepressten Orangensaft mit Ingwer, einen Flat White für Martin und einen Chai Latte mit Espresso für mich. Für haben es uns gut gehen lassen.

Zur Feier des Tages hat Martin sich einen Museumsbesuch erbeten. Wir waren im Power House, wie der Name schon sagt das alte Elektrizitätswerk in der Stadt, das nun Ausstellung zu allem Möglichen beherbergt. Neben der momentanen total überteuerten Harry Potter Ausstellung (in der wir nicht waren), gab es Bereich zu verschiedenen Design Themen, Luft und Raumfahrt, Ökologie und viel Chemie und Physik. Alles sehr anschaulich und zum Mitmachen. So dass es auch mir gefallen hat.

Das Museum lag am Darling Harbour und so sind wir diesmal von der anderen Seite am Hafen entlang geschlendert. Vorher noch ein kurzer Abstecher nach Chinatown. Es gab eine hervorragende Laksa-Suppe in einem Food Court, der sonst nur von Asiaten besucht war. Wirklich sehr sehr lecker, unsere Asiawochen in Sydney. Dann gab es wieder eines der neuen Trendgetränke. Martin hat einen nicht sehr gut schmeckenden Taiwan Plum Ice Tea gefunden, den er dann doch nicht ganz ausgetrunken hat und mein Roasted Milk Tea war lecker. Gleich in der Nähe gibt es, einen von außen sehr interessant aussehenden Chinesischen Garten, der aber auch wieder Eintritt gekostet hätte und so haben wir uns nur eine Entenfamilie, besonders die Jungen nebenan angeschaut und sind dann den Rest des Parks am Ende des Darling Harbour langgeschlendert. Eine wirklich schöne Anlage mit vielen hübsch gestalteten Grünflächen und einem großen Wasserspielplatz für die Kinder. Der machte schon nur beim Zusehen Spaß (und beim kurz ausprobieren).

Um sechs waren wir mit Herwig und Shanshan am Circular Quay verabredet und wir hatten noch die ganze Landzunge auf der die Harbour Bridge steht zu erkunden, der Stadtteil dort heißt the Rocks und war sozusagen der Beginn von Sydney und früher sehr verrufen. Inzwischen sind die meisten Häuser aber wieder schön hergerichtet und es macht Spaß durch die kleinen Gasen zu schlendern. Wir haben uns relativ nah am Wasser gehalten und sind dann irgendwann an einem kunstvoll geschrottetem Auto vorbeigekommen, auf einem Kreisverkehr. Sicherheitshalber waren Schilder aufgestellt: ‘Artwork ahead’ und ‘Artwork ends’.

Dann standen wir unterhalb der südlichen Pylone der Harbour Bridge. Sieht aus der Richtung gleich noch einmal viel beeindruckender und größer aus. und hatten natürlich auch einen schönen Blick auf das Opernhaus. Mit seiner interessanten Form, einfach immer wieder ein Hingucker. An einem neuen großen Kreuzfahrtschiff und den alten Gebäuden von The Rocks vorbei, kamen wir dann noch an einen Panflöte spielenden Aborigine vorbei (aha, gibt es also überall, diese Dinger) und schon haben wir uns mit den anderen beiden getroffen.

Der Plan war irgendwo in der Stadt Essen zu suchen, also sind wir die Hauptstraße, die George Street gen Süden gelaufen und Shanshan hat einen guten Koreaner vorgeschlagen. Da das Angebot an Essensmöglichkeiten und auch an Koreanern schier unglaublich ist, haben wir eine Weile gebraucht, aber irgendwann war besagtes Lokal gefunden.

Es war herrlich. Auch hier waren wir fast die einzigen nicht Asiaten (ausgenommen von Shanshan, natürlich) und es roch schon beim Reingehen soooo gut. Herwig hat dann ein typisches koreanisches Durcheinander bestellt. Ich versuche mal, es zu rekapitulieren. Wir hatten vier verschiedene Sorten eingelegtes Fleisch, die vor unseren Augen auf einem koreanischen BBQ zubereitet wurden, sehr lecker. Es gab koreanischen Pfannkuchen, die waren rot und hatten viel Gemüse drin und vielleicht auch ein bisschen Seafood. Außerdem natürlich kleine Vorspeisen (die gibt es kostenlos) mit verschiedenen ‘Salaten’, gekochten Erdnüssen und Kimchi (koreanische national Vorspeise). Einen Squid (Oktopus). Ein Hotpot (also eine warme Schüssel) mit Reis, rohem Ei, Fleisch und Gemüse. Also rundum lecker. Dazu hatten die Männer koreanisches Bier und wir Mädels Tee.

Zur Feier des Tages durfte ich zahlen ;) und wir sind wieder zurück zum Opernhaus geschlendert. Dort waren wir noch in der Opera Bar. Diese befindet sich unterhalb des Opernhauses und man kann sich auf die Mauer (extra mit Sitzkissen) an den Hafen setzen und hat so auch noch einen tollen Blick auf die Brücke und das Opernhaus. Obendrein gab es noch richtig feine Live Musik und so war es nicht schwer, den Tag bei Cider und Bier angemessen ausklingen zu lassen.

Da das unser letzter Tag in der Innenstadt war, stand uns aber noch eine Sache bevor (fand ich). Einmal auf die Harbour Bridge hoch. Am Nachmittag hatten wir dazu keine Zeit mehr gehabt, also sind wir jetzt noch mal durch The Rocks und hoch auf die Brücke. Bis zum ersten Pfeiler ist es schon ein bisschen weg und von dort aus haben wir den Blick auf das Opernhaus und die Brücke genossen, bevor es dann endgültig ins Hostel zurück ging.

Dienstag, 21. Februar 2012

Der Frust mit der Wurst

Der Tag nach dem Zoo fing schon mal gut an. Wir haben bei uns am Strand gefrühstückt, also nicht direkt am Strand, sondern in den Felsen daneben. Von dort hatte man nämlich einen tollen Überblick und der Wind keine Chance Sand aufs Essen zu wehen. Wir hatten Brötchen vom Bäcker geholt und die mit unserem Kühlschrankinhalt wie Schinken und Käse belegt. Lecker sag ich euch. Nach einer Mini-Runde auf dem Felsen haben wir dann noch den obligatorischen McDonalds Internet Stopp eingelegt (das Wifi war aber sehr schlecht, aber nachdem wir auch nichts konsumiert haben, ist beschweren wohl nicht angebracht).

Dann ging es los in die Stadt. Ich wollte heut mal die “Hippie”Viertel sehen, dort wo es also viele Cafés, massig Buchläden und alle möglichen Claudi-Läden mit Kleidungsstücken und Krimskrams gibt. Vom Circular Quay haben wir dafür den Zug/Metro genommen und beschlossen, wenn wir wieder kommen nehmen wir ein Hostel mit Metro-Anschluss, man reist viel schneller und angenehmer als mit dem Bus. Wir haben uns in Newtown viele Buchinspirationen geholt, noch ein zwei schöne Mitbringsel gefunden und uns zum Mittagessen beim Libanesen verköstigen lassen. Nicht ganz günstig, aber sehr lecker. Ich hatte einen libanesischen Tee (viel Zimt und andere Gewürze) und dreierlei Hummus/Dips mit frischem Fladenbrot und Martin einen Lamb-Kebab zum Selbstbelegen. Wirklich lecker.

Von dort ging es über den Campus der Sydney University weiter nach Glebe. Ich war ein bisschen missmutig, weil ich gehofft hatte, endlich mal einen Metzger zu finden. In Melbourne hatten wir auf dem Markt mehrere Stände mit Känguru-Salami entdeckt und wir dachten uns, eine tolle Idee als Mitbringsel für unsere Familien. Aber warum schon in Melbourne kaufen und den ganzen weg mit uns rumschleppen, Kängurus gibt es ja in ganz Australien wie Sand am Meer. Wie sich herausstellte, ist der Trend der Salami aus Hüpftieren noch nicht in Sydney angekommen. Nirgendwo. Auch Metzger findet man nicht, nur in den großen Supermärkten die Fleischabteilung. Es war sehr frustrierend, aber ich musste einsehen, dass das mit der Salami nix wird. Tut mir leid :(

Aber weiter im Rundgang. Am Teich an der Uni haben wir eine Horde weißer Kakadu beobachtet, ein Spaß wie die da beisammen saßen und spielten. In Glebe hab ich Martin dann aus dem Bücherladen kaum wieder rausbekommen. Aber wir hatten uns vorher schon das Schoko-Café ausgesucht und ich konnte ihn mit der Aussicht auf was Süßes letztendlich hervorlocken. Es war ein südamerikanischer Schokoladen und eine Spezialität waren Churros, lange Teigrollen in Fett ausgebacken, die man noch warm in Soßen tunkt. Wir haben sechs dieser Rollen mit weißer Schokolade und Caramelcreme geholt und ich muss sagen, echt lecker. Das hat geschmeckt.

Weiter gings, am bereits geschlossenen Fishmarket vorbei und über die Darling Harbour Bridge. Wir mussten uns ein wenig beeilen, weil wir um acht auf ein Bierchen mit Herwig und Stephen verabredet waren. Aber die Gegend war dann auch nicht so besonders, dass man viele Stopps gebraucht hätte. Dann haben wir natürlich das erste Mal eine andere Buslinie nach Coogee genommen, die prompt nicht am Pub vorbeifuhr und wir zu spät waren. Aber wir hatten unseren Spaß und haben mit guten Unterhaltungen und Bier und leckerem Cidre in Martins Geburtstag rein gefeiert.

Sonntag, 12. Februar 2012

Begegnungen mit menschlichen und tierischen Einwohnern

Unseren Tag haben wir mit einer Ausstellung zur Geschichte der bewegten Bilder begonnen im Australian Centre of Moving Image begonnen. Dort haben Sie nicht nur die Entwicklung des Films betrachtet, sondern viel zum Ausprobieren und Mitmachen gehabt: Videospiele, Soundeffekte ausprobieren, Wirkung von Farben und und und. War wirklich interessant (und obendrein noch kostenlos).

schöner Blick und links gehts ins Australian Centre for the Moving Image dort kann man u.a. zum Monster werden

Dann haben wir mit Freude festgestellt, dass am Sonntag Tram-Fahren sehr günstig ist. Wir wollten zum Prahran Market und dann nach St Kilda und am Sonntag gibt es doch glatt ein Sunday Saver Ticket ($3.50 statt $7.60). Wegen dem St. Kilda Streetfestival war auch einiges los, aber wir haben es trotz vieler Menschen erfolgreich zum Markt geschafft (der nicht in St. Kilda ist). Es handelt sich dabei um den ältesten Markt Melbournes. Der an sich schon nicht sehr groß ist und Sonntags leider auch nur von einigen Marktleuten bewirtschaftet wird. Wir hatten trotzdem Glück, denn der Dumpling Mann (eher Italiener als Asiate) hat uns ein gutes Angebot für seine chinesischen Knödel gemacht und die Frau vom “4 für $10 Stand” hat uns nicht nur richtig teuren Schinken geschenkt, sondern auch noch nen sehr gutes Angebot für Brot und süße Brötchen gemacht. Unser Abendessen war damit beschlossene Sache: Picknicken mit dem frisch gekauften Brot, Schinken, Brie und Aufstrich.

unser Dumpling-VerkäuferPrahran Market aber der "4 for $10 Stand" hat alles rausgerissen, da haben wir unsere Picknickausrüstung erstanden 

Das St Kilda Festival bietet eine Vielzahl australischer Musiker (mir scheint vor allem aus der Rock und Independent-Szene) und am letzten Sonntag (also heute) auch noch ein Straßenfest mit Ständen und allerlei Straßenkünstlern. So waren wir bei weitem nicht die Einzigen, die sich Zauberer, Akrobaten, Musiker und Fahrgeschäfte genauer angeschaut haben. Auch der Regen konnte die Unmengen an Menschen nicht fern halten (waren auch immer nur leichte Schauer). Wir haben es aber erfolgreich geschafft, nur zu gucken und zu lauschen und kein Geld auszugeben. Außerdem waren wir an unserem ersten australischen (Sand-)Strand und ich habe meine Füße in die tasmanische See gehalten.

 Straßenkünstlernmit vielen Menschen sowie einem Strand

Dann gibt es in St Kilda auch noch ein Pier und wir sind natürlich den Steg entlang gelaufen und dann noch ein bisschen weiter auf den Wellenbrecher. Dort haben wir festgestellt, dass hier Pinguine wohnen. Vier Uhr Nachmittag war aber leider zu früh für die Rückkehr der kleinen Tierchen, aber gucken kostet ja nichts. Und siehe da, wir haben insgesamt sechs der kleinen blauen Pinguine (und noch irgendwelche etwas größeren grau-braunen) entdeckt. Anscheinend sind die Jungen im Moment noch in der Mauser und deshalb auch tagsüber an Land. Ein wirklich toller Zufall. So konnten wir wirklich vollauf zufrieden unseren Rückweg antreten.

obendrein: toller Blick auf die Skyline und Pinguine DSC_2479

Zunächst noch einmal ins Hostel, wärmere Sachen anziehen (also ich zumindest) und vor allem Picknick-Ausrüstung mitnehmen. Martins neue Picknickdecke (danke an die freundliche Fluggesellschaft), noch schnell zwei Tassen und Besteck im Hostel ausgeliehen und natürlich unsere Verpflegung (inklusive der auf dem Heimweg gekauften Rotebeete-Creme und des Weißweins – hier genauso teuer bis teurer als in Neuseeland). Dann ging es los. Eine Station mit der Tram gefahren (Ticket muss sich ja lohnen) und in der Kings Domain angefangen. Dort gibts schöne Rasenflächen, Kunstobjekte und eine auch abends beleuchtete Laufstrecke. Man kommt auf diesem Weg auch am Shrine of Remembrance vorbei (ein recht beeindruckendes Gebäude zum Gedenken an die Gefallenen im Ersten Weltkrieg).

mit Kunst dem Shrine of Remembrance

Am Eingang zum botanischen Garten wurde gerade der Mitsommernachtstraum aufgeführt (oder irgendein ähnliches Shakespeare Stück, bin mir grad nicht mehr sicher). Wir sind ja aber sowieso an der Sternenwarte vorbei und in den botanischen Garten rein. Dieser ist wirklich schön. Er ist aufgebaut wie ein großer Wald mit vielen Wiesen und zwischendurch kleinen thematischen Gärten, gar nicht wie unsere botanischen Gärten daheim und obendrein wieder kostenlos. War wirklich sehr schön. In der Mitte, an einer Stelle mit tollem Blick auf die Skyline der Innenstadt gab es sogar Freiluftkino (mit $18 deutlich teurer als Daheim und außerdem lief Sherlock Holmes, den kennen wir schon aus Wanaka). Wir haben aber kurz den Blick genossen und sind dann weiter spaziert.

und dem botanischen Garten und tollen Bänken

Der Weg hat uns noch am Separation Tree vorbeigeführt. Einer der wenigen verbliebenen Red Gum Trees der Gegend und ein Wahrzeichen für die Abspaltung von New South Wales und damit Beginn Victorias als eigener Bundesstaat. Außerdem haben wir auch hier Pukekos gesehen (oder zumindest ähnliche Tiere) und einen weißen Reiher, alle an einem schönen See.

DSC_2554 Pukekos?

Als wir aus dem botanischen Garten wieder raus waren, haben wir uns auf einer großen Wiese in der Nähe einer Laterne ausgebreitet und im Sonnenuntergang unser Picknick genossen. Als es langsam dunkel wurde, hat Martin plötzlich die ersten Flughunde bemerkt und dann wurden es immer mehr. Wir haben also gebannt den vorbeifliegenden Tierchen zugeschaut und dann hatten wir auch noch Besuch. Ein Possum kam vorbei, dass sehr neugierig war und von mir auf den Namen Else getauft wurde. Wir hatten bestimmt 20 Minuten viel Spaß dabei, dem Tierchen zuzuschauen und sie war sogar so zutraulich, dass wir sie beide Streicheln konnte. Wie schon von den Fellen in Neuseeland bekannt, sind diese Tierchen auch lebend kuschelig weich.

unser Picknick bei Sonnenuntergang mit Possumbesuch

Ein guter Abschluss für einen tollen Tag! Zurück gings am Yarra River und dann sind wir auch schon bald eingeschlafen: Frischluftvergiftung! Hier alle Bilder und mehr nochmal zum Nachverfolgen: Melbourne – Tag 2

Freitag, 10. Februar 2012

Auf zu neuen Abenteuern

So, in der letzten Woche ist ja nicht viel passiert, denkt ihr vielleicht, aber eigentlich schon, aber dazu komme ich hoffentlich später noch.

Wir befinden uns grad noch über der tasmanischen See, aber sind doch schon ziemlich zielstrebig im Anflug auf Melbourne, könnte man so sagen. Wir fliegen schon seit drei Stunden fünfzehn Minuten und wurden soeben aufgefordert unsere Uhren zwei Stunden zurückzustellen. Ihr seht, wie nahe der Anflug schon ist. Martin füllt seine Einreisekarte aus. Wir müssen die noch verbliebenen Süßigkeiten, Martins Possumschwanz und meine Muscheln angeben. Die sind da so vorsichtig wie die Neuseeländer. Aber das ist okay, wir werden alles brav deklarieren und hoffen, sie nehmen uns nix weg.

Ich freu mich schon auf Australien. Nochmal zwei Wochen so richtig Urlaub mit ganz viel Sightseeing und morgen endlich wieder ausschlafen und dann sogar noch ein paar Nächte im Campervan. Wir haben nämlich einen fabelhaften Autodeal gelandet. Für unsere vier Tage Tour von Melbourne nach Sydney habe ich über standbyrelocs.com einen Wagen zum Überführen gebucht. Das heißt wir werden einen Campervan von Melbourne nach Sydney bringen und bezahlen dafür insgesamt $5 (wenn man die bezahlten Spritkosten mit einrechnet), also eigentlich nix. Freuen uns schon sehr. Ansonsten lassen wir es auf uns zukommen, was wir so machen. Zeitlich ist der Plan folgendermaßen: Samstag, Sonntag und Montag sind wir in Melbourne, dann cruisen wir bis Freitag Nachmittag durch die Staaten Victoria und New South Wales um Freitag in Sydney das Auto wieder abzugeben. Dort bleiben wir dann bis nächste Woche Freitag und werden uns gemeinsam und auch mit Herwig Sydney und Umgebung anschauen.

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Inzwischen sind wir gelandet und haben sogar schon die erste Nacht in Australien verbracht. Musste gestern abbrechen zu schreiben, um Martin in PingPong und im Quiz zu besiegen (gegeneinander an unseren beiden Bildschirmen). Dann haben wir die Sonne sehr schnell untergehen sehen und schon waren wir in Melbourne gelandet. Passkontrolle, Gepäck abholen und auch die Einreisekontrolle (nichts verbotenes mitbringen) ging sehr flott und nach knapp 40 Minuten Busfahrt waren wir mitten in der Stadt angekommen und haben unser Zimmer (ohne Fenster, aber genug Platz) bezogen. Das Hostel (Greenhouse Backpackers) macht einen sehr guten Eindruck und nun schauen wir uns mal den Rest der Stadt an.

Donnerstag, 19. Januar 2012

Pinguine, Elefanten, Seelöwen und viel Essen

Nach der Abreise aus Lake Tekapo, wo es herrlichen kaltgeräucherten Lachs zum Frühstück gab, haben wir uns in zweierlei Hinsicht zu unserer tollen Mt. Cook Fahrt gestern beglückwünscht. Nicht nur waren die Alpen heute von Wolken bedeckt (und der gute Cook gar nicht zu sehen), obendrein war es auch noch unglaublich windig, sodass sogar die Straße zur Lachsfarm gesperrt war.
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So haben wir uns auf den Weg Richtung Oamaru (Richtung Süden und dann Osten) gemacht. In Omarama (hier klingt so vieles so ähnlich) haben wir eine Pause bei den Steinschafen (Merinos) gemacht und ich hab mir mein erstes eigenes Merinoprodukt gekauft. Unglaublich warme, bequeme und kuschlige Wandersocken. Die wollte ich am liebsten gar nicht mehr ausziehen.
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Und dann standen noch die Elephant Rocks auf dem Plan. Riesengroße Kalkstein gebildete, die auf einer großen Wiese herumliegen wie bestellt und nicht abgeholt, oder eben wie schlafende Elefanten. Einen echten Elefantenstein haben wir sogar entdeckt und auch sonst waren die Steine einfach nur groß und sehr beeindruckend. Auf jeden Fall einen Stopp wert, auch wenn der Wind uns sehr um die Ohren gepfiffen hat.
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Zum frühen Nachmittag haben wir dann Oamaru erreicht, haben Wein für unsere Gastgeber besorgt und als erstes Lunch in der Cheese-Factory bestellt. Eine große Käseplatte mit sechs verschiedenen Sorten, außerdem Weintrauben, Äpfel, Cracker, Baguette und ein Dip (Quince – Quitte). Besser gehts nicht.
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Dann habe ich Martin die wunderschöne viktorianische Innenstadt gezeigt, wir waren kurz im Hafen und im Whiskyladen, wurde ich bei meinem dritten Besuch natürlich sofort erkannt. Martin hat sich vier Whiskys zum Probieren einschenken lassen und einen fünften haben wir sogar noch gratis dazubekommen. Da haben wir uns gleich zum Kauf eines Andenken-Whiskys verleiten lassen und haben dann natürlich noch einmal in der Whisky Gallery (nicht nur wegen dem tollen Blick) vorbeigeschaut. Abschluss unserer Stadttour, war nach dem Retro Funk Laden (total der Hippie Laden, sehr lustig und viele wunderbare Lieblingsfahrräder), dann Annies Tearoom. Dort gab es nicht nur Tea for Two or Two for Tea und leckeren Kuchen, sondern sogar noch einen Pianomann, der uns die deutsche Nationalhymne vorgespielt hat. Herrlich.
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Dann wollten wir noch unser Glück bei den Yellow-Eyed Penguins versuchen, aber bis auf einen sich rumrollenden Seehund hab es um kurz vor Sechs noch nicht viel zu sehen. Denn auch die Schafe haben uns nur den Hintern zugedreht. So sind wir auf zu Jill und Chris. Die Hausherrin war leider nicht da, dafür aber Chris Sohn Henry, der sehr lecker gekocht hab. ich habe Martin den kleinen eigenen Steinbruch gezeigt und wir haben den Schafen Hallo gesagt. 
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Nach dem Beef-Risotto von Henry haben wir uns dann doch noch mal losgemacht. Am Hafen konnten wir gleich einen Blue Penguin im Wasser beobachten und die Farben des nahenden Sonnenuntergangs genießen und bei den Yellow-Penguins hatten wir dann mindestens drei Tiere, die nicht nur wie Pinguine aussahen und tolle Foto- und Videoobjekte abgaben.
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Also wenn das man kein toller Tag war, dann weiß ichs auch nicht :) Und wer mir nicht glaubt, hier noch mehr Bilder: Oamaru

Dienstag, 27. Dezember 2011

Faule Eier, Wellblechkunst und Dinge, über die wir hier nicht sprechen dürfen

Morgens wurden wir von einem leicht fauligen Geruch geweckt. Der Schuldige war schnell gefunden, Mama hat nachts das Fenster aufgemacht und nachdem der Wind nachts gedreht hatte, drang nun der gewohnte Geruch Rotoruas in unsere Nasen. Aber man gewöhnt sich dran. Wir haben dann auch draußen im Garten gefrühstückt. Nicht schlecht für den zweiten Weihnachtsfeiertag (Boxing Day in den Ländern des Common Wealth). Schon vor 10 Uhr waren wir fertig mit Packen und Auschecken und haben uns dann auf zu zwei Sehenswürdigkeiten in der Schwefelstadt gemacht.

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Zunächst habe ich der Familie den Kuirau Park mit den vielen geothermalen Quellen gezeigt. Viel Dampf, strenger Geruch, blubberndes Wasser oder auch mal Schlamm (von den aufsteigenden Gasen) und zum Ende noch ein Fußbad im warmen Wasserbecken.

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Zwischendurch haben wir noch einen Abstecher zu St. Faith’s Church gemacht. Diese wunderschöne Maori-Kirche von der ich jetzt richtig schöne Bilder habe und wir haben uns eine CD mit Maori-Chorälen gekauft, wir wurden am Vortag ja schon angesteckt, Maori Musik ist nämlich wirklich ganz schön).

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Dann ging es weiter, unser nächstes Ziel war eines der Highlights für Thomi, Matamata oder eher bekannt als Hobbiton. Das Dörflein ist 10km außerhalb der Stadt und nicht gut ausgeschildert. So sind wir zunächst nach Matamata reingefahren und haben uns im Informationscenter gleich unsere Karten für die Tour geholt. Da mussten wir auch versprechen keine Bilder oder Informationen über das Set zum aktuellen Hobbit-Film im Internet zu veröffentlichen oder mit unseren Freunden und Familien drüber zu reden. Darum gibt es hier jetzt nichts zu sehen und zu lesen. Nur so viel, der Ausflug war wunderbar, beeindruckende Landschaft und wenn dann der Film erschienen ist, haben wir ganz viel zu zeigen und zu berichten.

Auf dem Hinweg sind wir schon durch Tirau gefahren und dort haben wir dann eine Kaffeepause eingelegt. Tirau ist die Wellblech-Stadt Neuseelands. Das Info-Center befindet sich in einem riesengroßen Hund und daneben steht ein Wellblech-Schaf. Außerdem haben viele Läden und Cafés Wellblech-Schilder und Kunst. Wir haben uns aber für ein Café ohne Wellblech und dafür mit Katze entschieden und aufgrund des hervorragenden warmen Wetters uns Kaltgetränke (Mango-Smoothie, Eiskaffee und Eisschokolade) bestellt.

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Der nächste Halt war Huka Falls, dieser schöne Wasserfall gleich bei Taupo. Leider waren wir kurz vor Parkschluss da und konnten uns die Wassermassen nur noch vom Ausguck anschauen. Dann gab es noch einen anderen Ausblick über Lake Taupo und schon war Zeit zum Abendessen. Heute gab es mal typisch neuseeländisch Burger. Burger Fuel ist eine kleine Burgerkette der Nordinsel, die nicht nur sehr gute Burger und Chips (Pommes Frites) machen, sondern ihr Bratenfett zu Bio-Diesel umwandeln und damit ihre Lieferautos betanken. Auch sonst alles sehr ökologisch, aber angenehmerweise stellen sie das nicht in den Vordergrund. Wir hatten zumindest alle sehr leckere Burger mit den unterschiedlichsten Belagen (wie Hühnchen mit Avocado, vegetarisch mit Kumara und Kichererbsen, oder Rindfleisch-Pattie und unterschiedlichsten Soßen).

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So gestärkt haben wir uns auf den Weg zum Tongariro National Park gemacht, unser Ausgangspunkt für die Wanderung morgen. Das waren nochmal 80 Minuten Fahrt, erst entlang Lake Taupo und dann über die hügeligen Wälder, hinter denen das Land plötzlich in steppenartigen Bewuchs wechselte und die großen Vulkane sich hinter Wolken versteckten. Um kurz nach Acht haben wir in unserer Unterkunft in Tongariro National Park Village eingecheckt, Kofferraum ausgeleert und uns dann noch für Wein und Bierchen in einer der wenigen Bars in diesem kleinen Ort entschieden.

Mal wieder ein guter Abschluss für einen guten Tag und voller Spannung wird das Wetter, der Weg und die hohen Vulkane erwartet.