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Mittwoch, 22. Februar 2012

Martins Ehrentag

Nachdem wir erst um Eins im Hostel angekommen waren, wurde an Martins Geburtstag ausgeschlafen, das haben wir ja bisher im Urlaub nicht gemacht und war dringend notwendig. Dann gab es natürlich eine kleine Bescherung und wir haben uns in der Coogee Bay Road ein schönes Frühstückslokal gesucht. Das Tango Café war eine gute Wahl. Martin hatte Spiegeleier mit Schinken, Wurst, Baked Beans und Toast und ich einen schönen großen Obstsalat mit Joghurt. Dazu gab es frisch gepressten Orangensaft mit Ingwer, einen Flat White für Martin und einen Chai Latte mit Espresso für mich. Für haben es uns gut gehen lassen.

Zur Feier des Tages hat Martin sich einen Museumsbesuch erbeten. Wir waren im Power House, wie der Name schon sagt das alte Elektrizitätswerk in der Stadt, das nun Ausstellung zu allem Möglichen beherbergt. Neben der momentanen total überteuerten Harry Potter Ausstellung (in der wir nicht waren), gab es Bereich zu verschiedenen Design Themen, Luft und Raumfahrt, Ökologie und viel Chemie und Physik. Alles sehr anschaulich und zum Mitmachen. So dass es auch mir gefallen hat.

Das Museum lag am Darling Harbour und so sind wir diesmal von der anderen Seite am Hafen entlang geschlendert. Vorher noch ein kurzer Abstecher nach Chinatown. Es gab eine hervorragende Laksa-Suppe in einem Food Court, der sonst nur von Asiaten besucht war. Wirklich sehr sehr lecker, unsere Asiawochen in Sydney. Dann gab es wieder eines der neuen Trendgetränke. Martin hat einen nicht sehr gut schmeckenden Taiwan Plum Ice Tea gefunden, den er dann doch nicht ganz ausgetrunken hat und mein Roasted Milk Tea war lecker. Gleich in der Nähe gibt es, einen von außen sehr interessant aussehenden Chinesischen Garten, der aber auch wieder Eintritt gekostet hätte und so haben wir uns nur eine Entenfamilie, besonders die Jungen nebenan angeschaut und sind dann den Rest des Parks am Ende des Darling Harbour langgeschlendert. Eine wirklich schöne Anlage mit vielen hübsch gestalteten Grünflächen und einem großen Wasserspielplatz für die Kinder. Der machte schon nur beim Zusehen Spaß (und beim kurz ausprobieren).

Um sechs waren wir mit Herwig und Shanshan am Circular Quay verabredet und wir hatten noch die ganze Landzunge auf der die Harbour Bridge steht zu erkunden, der Stadtteil dort heißt the Rocks und war sozusagen der Beginn von Sydney und früher sehr verrufen. Inzwischen sind die meisten Häuser aber wieder schön hergerichtet und es macht Spaß durch die kleinen Gasen zu schlendern. Wir haben uns relativ nah am Wasser gehalten und sind dann irgendwann an einem kunstvoll geschrottetem Auto vorbeigekommen, auf einem Kreisverkehr. Sicherheitshalber waren Schilder aufgestellt: ‘Artwork ahead’ und ‘Artwork ends’.

Dann standen wir unterhalb der südlichen Pylone der Harbour Bridge. Sieht aus der Richtung gleich noch einmal viel beeindruckender und größer aus. und hatten natürlich auch einen schönen Blick auf das Opernhaus. Mit seiner interessanten Form, einfach immer wieder ein Hingucker. An einem neuen großen Kreuzfahrtschiff und den alten Gebäuden von The Rocks vorbei, kamen wir dann noch an einen Panflöte spielenden Aborigine vorbei (aha, gibt es also überall, diese Dinger) und schon haben wir uns mit den anderen beiden getroffen.

Der Plan war irgendwo in der Stadt Essen zu suchen, also sind wir die Hauptstraße, die George Street gen Süden gelaufen und Shanshan hat einen guten Koreaner vorgeschlagen. Da das Angebot an Essensmöglichkeiten und auch an Koreanern schier unglaublich ist, haben wir eine Weile gebraucht, aber irgendwann war besagtes Lokal gefunden.

Es war herrlich. Auch hier waren wir fast die einzigen nicht Asiaten (ausgenommen von Shanshan, natürlich) und es roch schon beim Reingehen soooo gut. Herwig hat dann ein typisches koreanisches Durcheinander bestellt. Ich versuche mal, es zu rekapitulieren. Wir hatten vier verschiedene Sorten eingelegtes Fleisch, die vor unseren Augen auf einem koreanischen BBQ zubereitet wurden, sehr lecker. Es gab koreanischen Pfannkuchen, die waren rot und hatten viel Gemüse drin und vielleicht auch ein bisschen Seafood. Außerdem natürlich kleine Vorspeisen (die gibt es kostenlos) mit verschiedenen ‘Salaten’, gekochten Erdnüssen und Kimchi (koreanische national Vorspeise). Einen Squid (Oktopus). Ein Hotpot (also eine warme Schüssel) mit Reis, rohem Ei, Fleisch und Gemüse. Also rundum lecker. Dazu hatten die Männer koreanisches Bier und wir Mädels Tee.

Zur Feier des Tages durfte ich zahlen ;) und wir sind wieder zurück zum Opernhaus geschlendert. Dort waren wir noch in der Opera Bar. Diese befindet sich unterhalb des Opernhauses und man kann sich auf die Mauer (extra mit Sitzkissen) an den Hafen setzen und hat so auch noch einen tollen Blick auf die Brücke und das Opernhaus. Obendrein gab es noch richtig feine Live Musik und so war es nicht schwer, den Tag bei Cider und Bier angemessen ausklingen zu lassen.

Da das unser letzter Tag in der Innenstadt war, stand uns aber noch eine Sache bevor (fand ich). Einmal auf die Harbour Bridge hoch. Am Nachmittag hatten wir dazu keine Zeit mehr gehabt, also sind wir jetzt noch mal durch The Rocks und hoch auf die Brücke. Bis zum ersten Pfeiler ist es schon ein bisschen weg und von dort aus haben wir den Blick auf das Opernhaus und die Brücke genossen, bevor es dann endgültig ins Hostel zurück ging.

Freitag, 17. Februar 2012

Alles einmal in kurz und knackig, bitte

Nun schon vier Tage ohne Internet oder Telefon… Aber zumindest haben wir wieder Strom.

Wir sind also zurück in großstädtischem Gebiet, genauer Sydney, also wir reden hier von richtig groß. Ich liege auf unserem Hotelbett, hoffe auf einen Luftzug vom Ventilator (der sich aber nicht oder nur nicht mehr bewegt) und lasse nun mal den Tag Revue passieren. Es ist nämlich schon wieder halb 12.

Eigentlich kann ich die letzten vier Tage zumindest mal grob zusammenfassen, sobald Zeit ist, werde ich meine schon stichpunktartig vorgefertigten Berichte verfassen und die passenden Bilder hochladen.

Dienstag haben wir unseren Campervan abgeholt, uns aus Melbourne rausgestaut und dann konnte das Abenteuer beginnen. Schnell haben wir festgestellt, dass der Camper toll ist, aber nur mäßig gefedert, weshalb er den Namen Hoppelbus trägt. Es gab eine Milchshake-Pause und irgendwann sind wir auf einer tollen Halbinsel – Wilsonson’s Prom – angekommen und haben uns ein Plätzchen für die Nacht gesucht. Nach unserem schönen Strandspaziergang haben wir auch die Campingplatz-Mitbewohner kennengelernt – WOMBATS. Viele davon und einer hat sich sogar anfassen lassen.

Mittwoch war ich frühmorgens im Ozean schwimmen und wir haben den Rest des Tages unser längstes Pensum bewältigt, über 550km. Unterbrochen von Fish&Chips in Port Albert und begleitet von schönen Landschaften, u.a. auch dem Ninety Mile Beach. Abends haben wir uns einen Stellplatz mit Strom ergattert, wieder lecker im Hoppelbus gekocht und am nächsten Morgen gabs dann viele Pelikane im kleinen Hafen zu bestaunen.

Donnerstag haben wir ein alte Leute Ort besucht, Eden hat nämlich ein interessantes Killer Whale Museum, mit einem Orca Skelett und vielen anderen interessanten Dingen. Auf der weiteren Reise gab es tolle Strände und dann sogar einen Meereswasserpool. Der sogenannte Blue Pool ist natürlich direkt am Ozean, aber von Felswänden abgeschirmt. Das Wasser war somit etwas wärmer als im Meer und wir haben das ganze gleich zum Schwimmen genutzt. War durch den Wind gar nicht so einfach. Belohnt haben wir uns mit sehr sehr leckerem Eis, noch mehr Stränden und dem Australia Rock (ein Fels in der Brandung mit einem Loch, das die Umrisse von Australien zeigt). Unser letzter Campingplatz wurde dann von Kängurus besiedelt. Nicht nur eins oder zwei, sondern ganz viele. Haben sich nicht streicheln, aber beobachten lassen, und überall standen sogenannte “Roo Poo Rake” rum (Rechen zum zusammenkehren der Känguru-Kacke).

Heute waren dann bis 15 Uhr noch 280km zu bewältigen. Also ging es früh los, ein bisschen was sehen wollten wir ja trotzdem. Der angeblich weißeste Sandstrand der Welt, Hyams Beach, lag auch auf unserer Route. Der sah schon wirklich einladend aus, ob es jetzt der weißeste Strand ist, sei mal dahingestellt, aber wenn es Duschen gegeben hätte, wären wir definitiv noch eine Runde schwimmen gegangen. Die Zeit wurde dann langsam knapp, also sind wir den Princes Highway und Teile des Grand Pacific Drive entlanggefahren und hatten in Kiama noch auf Wasserfontänen bei den Blowholes gehofft. Das gabs zwar nicht, dafür aber Eis und einen Leuchtturm. Weitere Sehenswürdigkeiten am Grand Pacific Drive hat die fortgeschrittene Zeit leider verhindert. Aber wir haben es doch tatsächlich geschafft pünktlich um 15 Uhr bei der Autoabgabe zu sein. Mussten nur noch Tanken, aber der Angestellte vom Vermieter hat mir die nächste Tanke erklärt und es war kein Problem, dass wir dann später abgegeben haben.

Nach dem Auspacken und Zurückgeben des Wagens hat Herwig, Martins Freund, uns abgeholt und zum Hostel gebracht. Das macht Mittagspause von 13 bis 17 Uhr, so haben wir uns im Nieselregen Coggee Beach (200 Meter vom Hostel entfernt) angesehen und dann noch eine Runde Kaffee bzw. Chai Latte getrunken. Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, dachten wir uns nix wie weg. Herwig hat uns zunächst seine Wohnung gezeigt, bzw das Zimmer in der Wohnung, welches er und seine Frau Shan Shan bewohnen. Also nach Sydney ziehen wir glaube ich nicht. Sehr klein für viel Geld. Dann haben wir noch einen Unirundgang bekommen (Herwig bearbeitet an der NSWU gerade seine Doktorarbeit) und dann wurden weitere Pläne bei einem Bierchen geschmiedet.

Kurze Zeit später sind wir auch mit Shan Shan zusammengetroffen und haben bei einem phantastischen Thai-Laden sehr sehr gut gegessen. So gestärkt hat Herwig dann vorgeschlagen noch in die Innenstadt zu fahren und so haben wir nun sogar schon das Opera House, die Harbour Bridge, die Skyline und ein großes Kreuzfahrtschiff bei Abendbeleuchtung gesehen. Was will man mehr!

Samstag, 11. Februar 2012

Mehrmals um und durch Melbourne

Für Hostelküchen gibt es Sperrzeiten (zur Reinigung eben dieser) und sie kollidiert heute natürlich genau mit unserer veranschlagten Kochzeit, ABER kein Problem, das heißt nur, dass wir eine ganz saubere Küche zum Kochen ab 11:30 pm haben werden. Nur unser Brot wird Martin bis dahin wohl aufgegessen haben. Aber keine Angst, hier verhungert keiner, wir haben uns den Tag über in Melbourne gut mit Essen versorgt.
Unser erster Tag in Melbourne sah so aus: Wir sind nach dem Frühstück losgezogen und als erstes zum Federartion Square, dem Ausgangspunkt für beinahe alles in der Stadt hier. Dort gibt es ein sehr gutes Informationscenter und obendrein ist er nur vier Minuten von unserer Unterkunft entfernt (wenn das mal nicht perfekte Lage ist). Wir haben uns Informationen zu beinahe allem mitgenommen was uns interessiert und vor allem die kleinen Pläne mit verschiedenen Stadtrundgänge haben es uns angetan.
Als nächstes haben wir die Circle Tram ausprobiert. Diese alten Straßenbahnen fahren (wie der Name schon sagt) im Kreis um die Innenstadt und sind obendrein kostenlos zu nutzen, herrlich. Während man fährt erklärt einem die Stimme aus dem Lautsprecher allerlei wissenswertes zu den einzelnen Punkten. Wir sind ungefähr die Hälfte der Strecke mitgefahren und dann in der Nähe des Queen Victoria Market ausgestiegen. Von dort war es noch ein kurzer Fußweg bis die ersten überdachten Marktreihen beginnen.
DSC_2138 Queen Victoria Market
Auf dem Queen Victoria Market findet man zunächst haufenweise Reihen mit Souvenirs wie Bumerang, Didgerido, Tshirt und natürlich Plüschtiere der hier ansässigen Tiere, also alles was das Touristenherz begehrt. Ein Großteil der Verkäufer ist asiatischer Herkunft, aber feilschen scheint hier fehl am Platz zu sein (ich habs zwei Mal versucht). Aber es gibt auch “richtige” Marktwaren. Eine tolle Auswahl an Fisch, Fleisch, Käse, Delikatessen und natürlich Obst und Gemüse. Nach unserem reichhaltigen Mittagslunch – Martin hatte einen Shepherd’s Pie und ich ein Brötchen mit allem-warm – haben wir uns deshalb gleich mit Waren fürs Abendessen eingedeckt: Känguru Steak, Kartoffeln, sehr große Paprika und eine Zwiebel (alles zusammen um die $10 = 8€).
Lunch - viel Lunch das ganz vorne ist unseres DSC_2194
Wir haben nicht den ganzen Markt angeschaut, sondern sind dann irgendwann mit vollen Taschen wieder in Richtung Innenstadt abgezogen. Unser erster ausgewählter Spaziergang führte uns durch die kleinen Gässchen der Innenstadt. Das ist nämlich wirklich sehr schön hier. Zwischen den hohen Häusern führen viele (ein Auto breite) Straßen durch, die oftmals von (wirklich) schöner Streetart verziert sind oder kleine Cafés und süße Claudi-Läden beherbergen. Außerdem gibt es eine Vielzahl von Arkaden, die schon über 100 Jahre alt sind (ja, Australien ist einen kleinen Ticken älter als Neuseeland) und zwar teilweise etwas heruntergekommen wirken, aber defintiv Charme versprühen. Wir haben uns also durch dieses Labyrinth durch spaziert, noch eine Kaffeepause mit Muffins eingelegt und ein paar tolle Läden mit etwas mehr Guthaben hinterlassen. Herrlich.
DSC_2218 kleine Gässchen eine weitere Arkade Muffinpause und Green Tea Latte Union Lane DSC_2292 so süß, aber leider bissl teuer
Irgendwann kamen wir wieder am Hostel raus, dort haben wir unsere Einkäufe hinterlegt, kurz die Beine hochgelegt und dann haben wir uns zu unserem letzten Spaziergang aufgemacht. Inzwischen war es schon dunkel und Martin war kurz von der reichhaltigen Auswahl an kleinen Restaurants versucht. Aber wir wollten unser schönes Fleisch nicht bis morgen warten lassen. Also sind wir weiter geschlendert.
Am Federation Square gab es ein Konzert mit vielen Indigenous Künstlern (die Eingeborenen, sprich Aboriginees), von dem wir uns ein Lied angehört haben und dann über die Princes Bridge weiter spaziert sind. Unser Spaziergang ging am Yarra entlang, der aus dem Landesinneren kommt, entlang der Innenstadt fließt und dann in den Hafen und damit den Ozean mündet. Der Spaziergang führte über mehrere Brücken, entlang von Wolkenkratzern, kleinen Parks, Museen und dann noch dem Nachtleben. Das alles mit Sternenhimmel und angenehmen Temperaturen (Höchsttemp. war wohl so um die 25°C heute, also sehr gut), wir waren sehr zufrieden.
Melbourne DSC_2341 Nachtleben
Inzwischen haben wir auch unser wunderbares Essen zubereitet. Das Känguru war wirklich lecker, gibts vielleicht nochmal in den nächsten zwei Wochen. Noch mehr Bilder sind auch hochgeladen: Melbourne – Tag 1. Es geht jetzt ins Bett und morgen früh machen wir Pläne für den neuen Tag!

Sonntag, 29. Januar 2012

Wohin man blickt: Wasser (heute morgen noch mit tierischen Sichtungen)

Erneut überwinde ich die See, welche Süden und Norden Neuseelands voneinander trennt. Nun schon zum vierten (und vorerst letzten) Mal habe ich eine Fähre betreten und warte auf die Abfahrt. Martin hat seine Kamera geschnappt und erkundet das große Schiff, ich halte unsere gemütlichen (sesselähnlichen) Sitze am Fenster mit Ausblick frei.

Das ist aber nicht unsere erste Schifffahrt heute. Unser Tag hat sehr zeitig begonnen. Schon um halb 7 hat der Wecker geklingelt und versucht uns aus dem Bett zu werfen. Nachdem wir Großes vor hatten, bin ich schnell aufgestanden und da unser Trip per Telefon bestätigt wurde, ist auch Martin aus dem Bett gesprungen (also nur wörtlich). Unsere Wäsche war wie durch ein Wunder (oder auch das Wetter) über Nacht sehr gut getrocknet und es gab wunderbares kalte-Pizza-Frühstück.

So gestärkt waren wir um 7:45 am Strand, dort befindet sich das Hauptgebäude von Whalewatch Kaikoura. Wir haben die Tickets abgeholt und sicherheitshalber noch eine Tablette gegen Seekrankheit gekauft, es wurden starke Winde gemeldet. Nach einem Sicherheits-Briefing konnten wir dann in den Bus steigen. Dieser hat uns auf die andere Seite der Kaikoura Peninsula gebracht, dort liegen die speziell angefertigten Boote des Unternehmens. Unsere Wawahia hatte viel Platz (also auch genug Beinfreiheit) für 48 Personen, einen Skipper, einen Maat (der vor allem nach Walen Ausschau halten musste), einen Guide (der uns viel über Wale, aber auch Delfine und ähnliches erzählen konnte) und einen Guide, der allein für unsere Sicherheit und unser Wohlbefinden da war.

unser Schiff unser Maat 

Zum Ablegen und während das Boot in voller Fahrt ist, mussten wir innen auf unseren (bequemen) Sitzen warten, aber es gab große Fenster, aus denen man einen guten Blick hatte. Wir hatten Glück, die früheren Boote hatten schon einen Wal geortet, der bald wieder auftauchen müsste (Pottwale können 40 bis 60 Minuten lang tauchen). Also haben wir uns dort hinbegeben und siehe da, ein riesengroßer Wal lag direkt vor uns und hat in regelmäßigen Abständen Luft durch sein Blowhole geblasen. Wir haben ihn ganze elf Minuten dabei beobachtet, bis er wieder abgetaucht ist (und uns seine wunderschöne Schwanzflosse präsentiert hat).

 juhuu, ein Pottwal DSC_0051

Bevor es weiter ging haben wir noch einen wunderschönen Wanderer Albatros beobachtet und dann sind wir weiter gefahren. An einer Stelle hat der Skipper mit einem Hydrophone versucht einen weiteren Wal zu Orten. Das schien ihm auch gelungen, nur leider wollte der Wal dann partout nicht auftauchen. Naja, man kann die Natur zu nichts zwingen. Wir hatten dabei aber die Möglichkeit noch ein bisschen “Wasser-Achterbahn” zu fahren. Also vorne an der Reling zu stehen, während das Boote über die Weltmeere bzw die Wellen des Pazifik fährt. Ein Spaß!

ein echter Wasserläufer 

Auf dem Rückweg haben wir zwei winkende Pelzrobben durchs Fenster gesehen und dann noch Dusky Dolphins getroffen. Eine recht große Gruppe Delfine ist dann links und rechts ums Boot herumgetollt, das was drollig. Vor allem sind sie auch gesprungen und hatten scheinbar allerlei Spaß. Ein gelungener Abschluss. Nach 150 Minuten (ungefähr 17km von der Küste und wieder zurück entfernt) waren wir wieder an Land und alle glücklich und zufrieden.

Delfin-Ballett wunderschön 

Wir haben dann zunächst noch einen kleinen Bummel durch Kaikoura gemacht (und Martin hat mir eine sehr schöne Greenstonekette geschenkt), man muss ja das Angebot begutachten und obendrein die Wirtschaft unterstützen. Bevor wir die Stadt verlassen haben, gab es noch Mittagessen. Natürlich beim World famous Seadfood BBQ. Der Verkäufer hat sich sogar an mich erinnert, fand ich super und er war auch überrascht, als ich meinte, das wäre schon fast 4 Monate her. Zumindest haben wir zwei uns Paua Fritter, Crayfish Fritter und sechs Garlic Scallops jeweils zwischen zwei Brotscheiben bestellt. die Präsentation mit Salat, Zitrone und ein bisschen Paprika war sehr gut und es war lecker. Sehr lecker.

der Blauwal, Martin und ich da bin ich mal wieder herrlich lecker 

Auf unserem Weg nach Picton haben wir unseren Kluftinger weitergelesen (sie meinen den Täter gefasst zu haben, aber die Beweise…) und am Ohau Point angehalten. Eine Stelle an der ich bereits vor vier Monaten mit dem Bus kurz gehalten habe, denn dort gibt es eine  Unmenge an Fur Seals. Herrlich. Vor allem die jungen, kleinen hatten es uns angetan. Die sind im Gegensatz zu den alten nämlich unglaublich aktiv, robben überall herum, tollen in Wasserlöchern, ärgern andere und und und. Es war schwierig Martin wieder ins Auto zu bekommen :)

Kinderpool eine robbende Pelzrobbe 

Das Wetter hatte sich nach dem guten und übrigens unwindigen Seefahrtwetter deutlich bewölkt und während unserer Autofahrt hat es lang geregnet. Aber in Picton schien wieder ein bisschen Sonne und so haben wir uns erst mit Pizzaschnitten fürs Abendessen beim Bäcker eingedeckt und sind dann eisessend die Promenade entlang und haben uns an den Hafen gesetzt. Das Lakritz-Eis schmeckte auch beim dritten Mal noch hervorragend und hat sich gut mit den Wildberries vertragen. Martin hatte endlich Hockey Pockey (fand er gut) und Cookies und Cream. So gestärkt sind wir noch an den Segelbooten entlang spaziert und haben uns über die Name der Boote belustigt. Unsere imaginären Transportmittel würden Gertrud und Rettungsboot Helmut heißen oder Wasser&Brot. Naja, wir hatten noch mehr brillante Ideen, allesamt besser als das heutige Angebot (wobei die Schiffchen an sich, schon recht beeindruckend waren, zum Teil).

EIS EIS EIS EIS EIS ein paar kleine Bötchen 

Nach Anstehen vor der Fähre befindet sich Henry inzwischen auf dem Eisenbahn-Deck (heute fahren also keine Züge mit) und wir zwei nun auf hoher See. Am Abend, also in zwei Stunden werden wir Wellington erreicht haben und bis dahin genießen wir die Überfahrt.

gibts hier was umsonst? heute sind wir Eisenbahn auf Wiedersehen Südinsel windig, sehr windig das Ende der Südinsel, auf zu neuen Abenteuern

Für beinahe rund-um Walansichten und meer, einfach mal hier klicken: Walegucken

Samstag, 28. Januar 2012

Von Höhlen, Klippen und dem perfekten Abendessen

Nach einem Tag wie gestern fiel es heute recht schwer aufzustehen, unter anderem auch, weil einfach alles ein bisschen und meine Oberschenkel sehr wehgetan haben (und letztere machen sich noch immer deutlich bemerkbar). Aber rechtzeitig zur Auscheckzeit (10 Uhr) hatten wir unser Zimmer geräumt und nach einem leckeren Frühstück waren wir wieder unterwegs.

Verabschiedungskomitee DSC_9684

Den Weg von Arthurs Pass Richtung Christchurch kannte ich ja schon vom Zug-und-Wander-Ausflug mit Colin und diesmal musste ich nicht im Bus zuschauen, sondern konnte die achterbahnmäßige Strecke selber fahren. Die Straße geht nämlich hoch und runter und nach links und recht, wir haben viele Motorradfahrer gesehen.

Unser erster Halt war das Cave Stream Reserve. Dort fließt ein Fluss unterirdisch durch eine 594 Meter lange Höhle und viele nutzen die Gelegenheit und legen diese Strecke vom Ausfluss bis zum kleinen Wasserfall am Eingang der Höhle zurück. Da uns heute aber nicht nach hüfthohem eisigkalten Wasser zumute war (und schon gar nicht eine ganze Stunde). Sind wir überirdisch geblieben und haben uns lediglich den Eingang etwas genauer angeschaut (und festgestellt, dass das Wasser sehr kalt ist) und die schöne Umgebung. Hat sich aber auch dafür gelohnt anzuhalten.

saukalt DSC_9712 schöne Landschaft

Unserer weiterer Weg führte uns erst durch Springfield und Oxford und in Sheffield wurde ich durch ein großes Plakat aufmerksam. Dort stand “The famous Sheffield Pie Shop” und da Martin ein großer Pie Fan ist, habe ich umgedreht und wir haben uns unser Mittagessen besorgt. Es gab The Sheffield Supreme und Lambsfry&Bacon. Der erste wurde an der wunderschönen Wamakariri Gorge gleich unter der Brücke mit tollem blauen Wasser genossen. Der zweite wurden dann in Greta Valley auf einer gemütlichen Parkbank verdrückt und dann sind wir bis Kaikoura durchgefahren.

DSC_9748 Sheffield Supreme

Pünktlich zur Kaffeezeit haben wir vor einem schönen Kaffee in Kaikoura (das ich schon einmal besucht habe) gehalten und uns jeweils eine Kaffeespezialität und Kuchen gegönnt. So gestärkt sind wir ins Hostel und haben unser sehr großzügiges Zimmer bezogen (mit eigenem Bad).

Kaffeepause mit Meerblick

Für heute haben wir uns noch die Kaikoura Peninsula vorgenommen. Dort war ich ja schon einmal bei schlechtem Wetter unterwegs und heute war uns das Wetter sehr gewogen. Wir haben uns die Seehunde angeschaut und mit den Möwen gequatscht. Gestartet sind wir am Parkplatz und sind dann den Weg an den Klippen entlang bis zum Whalers Point spaziert, dort bot sich nicht nur tolle Abendstimmung, sondern auch ein Weg nach unten, an den Strand.

da wollen wir noch hin Hallo Elsa DSC_9852 DSC_9861

Da noch mehr Ebbe als Flut vorherrschte konnten wir am Strand und den Klippen entlang, also direkt am Pazifik zurückgehen. Wir haben noch tolle Robben entdeckt und ganze Möwenschwärme beobachten können. Auch die Felsformationen an sich sind wirklich nicht zu verachten. Das letzte Stück mussten wir ein bisschen über die Felsen klettern, aber wir sind mit trockenen Füssen wieder am Parkplatz angekommen und wurden von einem großen Seehund verabschiedet.

DSC_9884 Seehunde, alle schlafend DSC_9915 Abendstimmung saß da so mitten auf dem Parkplatz

Die Sonne ging weiter fleißig unter und hat mir mein Lieblingsbild des Tages beschert:

mein absoluter Favourit

Noch ein kurzer Halt im Hostel, wir wollten unsere Wäsche in den Trockner verfrachten und da dieser voll war, muss sie nun draußen hoffentlich irgendwie trocknen. Dann war Zeit fürs Abendessen. Bei meinem ersten Aufenthalt in Kaikoura hatte ich ja schon The Black Rabbit Pizza Co. entdeckt und heute mussten wir weitere Kreationen ausprobieren. Heut gab es:

Garlic Bread Pizza (garlic olive oil, pine nuts, olives, parmesan and fresh herbs), Hen&Ham (plum sauce, roasted chicken, spinach, cream cheese, crispy bacon) und Drunken Rabbit (spiced fruit chutney, braised wild hare, artichoke, cream cheese, aged balsamic)

perfekter Platz zum Abendessen Hen&Ham und Drunken Rabbit

Alles samt ganz herrlich. Zum Verzehr haben wir uns mit Henry an einen Parkplatz direkt am Pazifik begeben und es uns auf dem Rücksitz so richtig bequem gemacht (Vordersitze ganz nach vorne, Kopfstützen weg für bessere Sicht und Fenster auf für Meeresrauschen). Also besser kann man nicht zu Abend essen.

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