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Freitag, 17. Februar 2012

Alles einmal in kurz und knackig, bitte

Nun schon vier Tage ohne Internet oder Telefon… Aber zumindest haben wir wieder Strom.

Wir sind also zurück in großstädtischem Gebiet, genauer Sydney, also wir reden hier von richtig groß. Ich liege auf unserem Hotelbett, hoffe auf einen Luftzug vom Ventilator (der sich aber nicht oder nur nicht mehr bewegt) und lasse nun mal den Tag Revue passieren. Es ist nämlich schon wieder halb 12.

Eigentlich kann ich die letzten vier Tage zumindest mal grob zusammenfassen, sobald Zeit ist, werde ich meine schon stichpunktartig vorgefertigten Berichte verfassen und die passenden Bilder hochladen.

Dienstag haben wir unseren Campervan abgeholt, uns aus Melbourne rausgestaut und dann konnte das Abenteuer beginnen. Schnell haben wir festgestellt, dass der Camper toll ist, aber nur mäßig gefedert, weshalb er den Namen Hoppelbus trägt. Es gab eine Milchshake-Pause und irgendwann sind wir auf einer tollen Halbinsel – Wilsonson’s Prom – angekommen und haben uns ein Plätzchen für die Nacht gesucht. Nach unserem schönen Strandspaziergang haben wir auch die Campingplatz-Mitbewohner kennengelernt – WOMBATS. Viele davon und einer hat sich sogar anfassen lassen.

Mittwoch war ich frühmorgens im Ozean schwimmen und wir haben den Rest des Tages unser längstes Pensum bewältigt, über 550km. Unterbrochen von Fish&Chips in Port Albert und begleitet von schönen Landschaften, u.a. auch dem Ninety Mile Beach. Abends haben wir uns einen Stellplatz mit Strom ergattert, wieder lecker im Hoppelbus gekocht und am nächsten Morgen gabs dann viele Pelikane im kleinen Hafen zu bestaunen.

Donnerstag haben wir ein alte Leute Ort besucht, Eden hat nämlich ein interessantes Killer Whale Museum, mit einem Orca Skelett und vielen anderen interessanten Dingen. Auf der weiteren Reise gab es tolle Strände und dann sogar einen Meereswasserpool. Der sogenannte Blue Pool ist natürlich direkt am Ozean, aber von Felswänden abgeschirmt. Das Wasser war somit etwas wärmer als im Meer und wir haben das ganze gleich zum Schwimmen genutzt. War durch den Wind gar nicht so einfach. Belohnt haben wir uns mit sehr sehr leckerem Eis, noch mehr Stränden und dem Australia Rock (ein Fels in der Brandung mit einem Loch, das die Umrisse von Australien zeigt). Unser letzter Campingplatz wurde dann von Kängurus besiedelt. Nicht nur eins oder zwei, sondern ganz viele. Haben sich nicht streicheln, aber beobachten lassen, und überall standen sogenannte “Roo Poo Rake” rum (Rechen zum zusammenkehren der Känguru-Kacke).

Heute waren dann bis 15 Uhr noch 280km zu bewältigen. Also ging es früh los, ein bisschen was sehen wollten wir ja trotzdem. Der angeblich weißeste Sandstrand der Welt, Hyams Beach, lag auch auf unserer Route. Der sah schon wirklich einladend aus, ob es jetzt der weißeste Strand ist, sei mal dahingestellt, aber wenn es Duschen gegeben hätte, wären wir definitiv noch eine Runde schwimmen gegangen. Die Zeit wurde dann langsam knapp, also sind wir den Princes Highway und Teile des Grand Pacific Drive entlanggefahren und hatten in Kiama noch auf Wasserfontänen bei den Blowholes gehofft. Das gabs zwar nicht, dafür aber Eis und einen Leuchtturm. Weitere Sehenswürdigkeiten am Grand Pacific Drive hat die fortgeschrittene Zeit leider verhindert. Aber wir haben es doch tatsächlich geschafft pünktlich um 15 Uhr bei der Autoabgabe zu sein. Mussten nur noch Tanken, aber der Angestellte vom Vermieter hat mir die nächste Tanke erklärt und es war kein Problem, dass wir dann später abgegeben haben.

Nach dem Auspacken und Zurückgeben des Wagens hat Herwig, Martins Freund, uns abgeholt und zum Hostel gebracht. Das macht Mittagspause von 13 bis 17 Uhr, so haben wir uns im Nieselregen Coggee Beach (200 Meter vom Hostel entfernt) angesehen und dann noch eine Runde Kaffee bzw. Chai Latte getrunken. Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, dachten wir uns nix wie weg. Herwig hat uns zunächst seine Wohnung gezeigt, bzw das Zimmer in der Wohnung, welches er und seine Frau Shan Shan bewohnen. Also nach Sydney ziehen wir glaube ich nicht. Sehr klein für viel Geld. Dann haben wir noch einen Unirundgang bekommen (Herwig bearbeitet an der NSWU gerade seine Doktorarbeit) und dann wurden weitere Pläne bei einem Bierchen geschmiedet.

Kurze Zeit später sind wir auch mit Shan Shan zusammengetroffen und haben bei einem phantastischen Thai-Laden sehr sehr gut gegessen. So gestärkt hat Herwig dann vorgeschlagen noch in die Innenstadt zu fahren und so haben wir nun sogar schon das Opera House, die Harbour Bridge, die Skyline und ein großes Kreuzfahrtschiff bei Abendbeleuchtung gesehen. Was will man mehr!

Sonntag, 22. Januar 2012

Eine Seefahrt die ist lustig…

Da sind wir also wieder. Inzwischen frisch geduscht (dringend nötig), gut gefüttert und der erste liegt auch schon in der Koje, äh Bett, und schläft. Nun aber mal genau:

Am Sonntag sind wir um 5:45 aufgestanden, wir hatten ja zum Glück schon alles gepackt, und um 6:20 wurden wir abgeholt, von Matt, unserem Guide. Zunächst wurden wir nach Manapouri gefahren, wo wir die Ausrüstung (Zelte, Kochzubehör, Kajak-Kleidung etc) aufs Boot geladen haben. Wir sind mit dem normalen Touristenbooten (inklusive verrückter Morgen-Touristen – weil es war ja erst 7 Uhr) über Lake Manapouri (zweittiefster See Neuseeland mit 440 Metern) geschippert. Die Morgenstimmung war einmalig, richtig schön. Die Sonne ging grad auf, die Berge lagen noch im leichten Dunst und dann haben wir noch einen wunderschönen Regenbogen gesehen. Also schon allein diese 50 Minuten waren toll (und obendrein gab es noch kostenlos Tee und Kaffee). Auf dem Boot haben wir auch unsere Frühstückssandwich aus dem Supermarkt genossen, leckerer Start in den Morgen.

auf gehts mhmm, lecker Tee Sonnenaufgangsstimmung Sandwich-Frühstück DSC_8543 Giraffe leckt am Regenbogen

Auf der anderen Seite des Sees angekommen befindet sich ein großes Wasserwerk – für welches die Straße vom Doubtful Sound zum Lake Manapouri angelegt worden war – und wir haben das Boot wieder entladen und unsere Ausrüstung wurde verteilt. Es gab: Neoprenanzug, Thermoshirt und Fleece-Pullover, eine Mütze, eine gelbe Regenjacke, Spritzschutz, Rettungsweste, spezielle Säcke für unsere Kleidung, den Schlafsack und die Kamera und vor allem natürlich wirklich hochwertige Fiberglasboote. Wir haben uns also in der Ankunftshalle umgezogen und unsere Taschen umgepackt und dann den Bus beladen und sind gut 35 Minuten über Wilmot Pass, der niedrigste Pass der Südalpen (den höchsten geteerten passieren wir morgen), gefahren. Am anderen Ende haben wir die Kajaks an den Strand getragen, beladen (noch die Notfallausrüstung und solche Sachen mit eingepackt) und nach einer kurzen und knappen Instruktion ging es schon aufs Wasser.

unsere Ausrüstung (natürlich an die Größe angepasst) zu allem Bereit Ausrüstung liegt bereit Kajaks auch gleich

Martin war zunächst Steuermann (saß also hinten und hat die Pedale zum Steuern des Ruders bedient) und ich war somit für Fotos (und Tagträumereien – laut unserem Guide) zuständig. Das Wetter war durchwachsen, ein bisschen Regen, ab und an mal blauer Himmel, aber vor allem nicht zu sonnig und nicht zu warm. Mit all unserer Ausrüstung eigentlich genau richtig. Nach ungefähr 2 Stunden paddeln und diese unglaubliche Umgebung genießen, gabs eine Lunch-Pause. Wir sind neben einem Bach an Land gegangen und haben Brot mit Hummus und Cracker mit Aufstrich genossen. Was auch klar wurde, Klopausen sind anstrengend, wenn man erst mal aus der Ausrüstung raus und dann wieder rein muss.

P1220040 das glorreiche Team  Lunchbreak

Dann haben wir den Doubtful Sound, genauer Halls Arm (der vom Festland gesehen erste Nebenarm), weiter genossen. Das Wasser war recht ruhig und vor allem schön klar und um uns rum dieser wunderbare Fjord (Fjorde sind durch Gletscher entstanden, Sounds durch Flüsse). Bewachsen ist er von Regenwald (daher auch das Wasser) und das unter schwersten Bedingungen, denn die Berge bieten nur blanke Felsen, und die Bäume, Farne und Moose müssen sich sich ihre Grundlage schaffen. Diese Grundlage wird zunächst von den Moosen und später den Farnen bereitet, bevor die ersten Bäume sich ansiedeln und mit ihren Wurzeln für weitere Stabilität sorgen. Aber immer wieder kommt es zu Baum-Rutschen und ein ganzer Abschnitt verliert an Halt. Bis diese dann blanken Abschnitte wieder bewachsen sind dauert es 70-150 Jahre. Beeindruckend.

P1220062 ganz eigene Stimmung

Um drei sind wir an unserem Zeltplatz angekommen. Fjordland Wilderness Experience hat dort einen festen Zeltplatz, mit guten Zeltmöglichkeiten, einer Toilette und einem überdachten und insektensicheren Gruppenzelt. Zunächst wurden die Boote an Land gebracht und entladen. Nach einer kurzen Lagebesprechung haben wir unsere Zelte aufgebaut und uns umgezogen. Dank Martins Überlänge haben wir ein größeres Zelt als alle anderen bekommen, herrlich. Und die ganze Ausrüstung war in wirklich gutem Zustand.

wir hausen, äh zelten rechts mit Plums, das Klo auch mit dabei

Den Nachmittag haben wir gemeinsam im großen Zelt gesessen und versucht den Eingang nicht zu oft zu öffnen, die Sandflies waren nämlich recht lästig (auch wenn sie mich dank Vitamin B kaum beachtet haben , Martin leider auch mit Insektenschutz und Vitamin B, aber nicht zu schlimm). Wir waren: unser Guide Matt (Mitte 20, sehr netter Kiwi), und sechs Australier, zwei Brüder Anfang 20 aus Sydney und eine Familie aus Perth (die Sohn 17 und die Tochter ebenfalls Anfang 20, der Vater Professor für irgendwas Technisches). Wir haben uns gut unterhalten über alles mögliche und Matt hat Chips und Salsa sowie Wein ausgeschenkt. Außerdem gab es Heißgetränke und wir hatten zwei Kochstellen, auf denen nach und nach jeder sein Abendessen zubereitet hat. Für uns gab es Reis mit Satay Sauce und Hühnchen (Mikrowellenreis mit asiatischen Gewürzen, Sataysauce aus der Dose und geräuchertes Hühnchen, auch aus der Dose). Deutlich besser als erwartet und so schnell zubereitet. War schön und irgendwie waren um 9 dann schon alle im Bett, bzw Zelt. Wir haben uns in unsere Schlafsäcke gekuschelt und den lustigen Vögeln gelauscht, ich habe noch gelesen.

alles Sandflies, aber außen dran beim Kochen wir lassen es uns schmecken

Irgendwann hat Matt dann gegen das Zelt geklopft, es war 6:30 und ein neuer Tag begann. Wir haben das Innenleben unseres Zelt gleich wieder zusammengepackt. Zum Frühstück gab es Brot mit Backed Beans und Martin hat unser Geschirr wieder im Wasser des Doubtful Sounds gereinigt. Das wahrscheinlich größte Waschbecken seines Lebens. Dann wurden die Zelte wieder abgebaut und wir mussten wieder in die Anzüge schlüpfen, da wir aber zügig aufgebrochen sind, war das Gefühl des klammen Anzugs auf der Haut schnell vergessen.

Frühstück Martin (links) Abwasch (rechts)

Nachdem Martin schon am ersten Tag schnell festgestellt hat, dass die Erbauer von Kajaks nicht an Menschen mit seiner Beinlänge gedacht haben und seine Beine knapp nicht richtig ins Boot passen (was zu Krämpfen und eingeschlafenen Beinen führt), war ich ab der ersten Lunchpause neue Steuerfrau, denn vorne ist etwas mehr Platz und er kann die Füße öfters mal bewegen, ohne das Ruder zu vernachlässigen). Und so sind wir auch am zweiten Tag weitergefahren. Das Wetter war etwas bedeckter, aber trotzdem wieder eine angenehme Temperatur und diesmal kein Regen. Wieder ging es vorbei an tollen Wasserfällen und dieser schönen Landschaft. Ein unglaublicher Vorteil gegenüber Milford Sound ist, dass hier fast nichts los ist. Wir haben heute zwei Touristenboote getroffen und hatten das Wasser ansonsten ganz für uns.

Schiff 1 mein wunderbarer Kompagnon und ich P1230161

Stimmt nicht ganz, es gab natürlich noch zahlreiche Möwen und Kormorane, einige Fische (auch springende) und sogar einen kleinen Pinguin konnten wir beim Schwimmen beobachten (nur die Kamera konnte ihn nicht einfangen). Dafür wurde aber die Fellrobbe fotografisch festgehalten. Inzwischen waren wir auch alle bei der Steuerung etwas sicherer und so sind wir wie Matt nah am Ufer gefahren und haben Hindernisparcours durch Äste und Felsen gespielt. Zwischendurch eine letzte Snackpause, noch ein paar besonders herausragende Wasserfälle und eine Flussmündung (mit Strömung) und nach fünf Stunden paddeln haben wir um halb zwei unser Abenteuer auf dem Wasser beendet.

P1230175 Fellrobbe Parcours Beine entspannen P1230232

Wir mussten natürlich alles wieder aufräumen und verstauen und dann ging der ganze Hinweg wieder zurück (also Abschnitt zwei und drei von Hinten nach vorne lesen – zumindest grob). Diesmal hatten wir auch vom Pass aus einen wunderbaren Ausblick auf den Sound, was ein letztes Foto gab und um kurz nach fünf waren wir wieder hier bei Bob und Maxine angekommen.

Doubtful Sound - Mitte links gehts in Hall Arm DSC_8646 DSC_8652 DSC_8681

Inzwischen ist es schon fast Mitternacht, wir haben uns seit der Ankunft ordentlich geduscht, unsere Taschen wieder umgepackt und dann waren wir fürs Abendessen einkaufen. Es gab Ofengemüse (Tomaten, Zucchini, Aubergine, Möhre, Pilze, Zwiebel und Paprika im Ofen mit reichlich Öl gebacken) mit Pasta und dazu einen leckeren Brombeeren-Cidre.

Ofengemüse mit Pasta P1230241

Meine Unterwasserkamera hat sich wirklich bewährt, viele tolle Bilder (paar auch von Martins Nikon): Doubtful Sound

Samstag, 21. Januar 2012

Mit dem Auto durch den Süden

Heute war ein recht ruhiger Tag. Wir haben in Ruhe ausgecheckt und dann auf der Terrasse gefrühstückt. Da heut Samstag ist, gab es für uns auch noch den Farmers Market an der Railway Station in Dunedin zu besuchen. Auf dem Weg dorthin haben wir sogar eine Oldtimer-Show passiert, also richtig noch was geboten. Wir haben unter anderem gelbe Pflaumen, einen Steak Blue Cheese Pie, ein Erdbeertörtchen, Kekse und anderes für unseren Lunchbreak gekauft, sowie Lamm-Würstchen fürs Abendessen.

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Dann wurde noch ein Topf fürs Tramping gekauft und die Wasserflaschen bei Speights aufgefüllt. Weiter ging es durch das endlose Farmland des Southland, ab und an mal ein paar Schafe, ansonsten viel goldenes Getreide und sanfte Hügel. Wir sind auch den Presidential Highway zwischen Clinton und Gore gefahren und in Gore haben wir dann in einem kleinen Park Pause gemacht, unser Lunch verspeist und uns eine Runde in der Sonne ausgeruht (und Kluftinger gelesen).

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Die restliche Fahrt war ereignislos. Wir sind nun wieder bei Bob und Maxine in Te Anau, wo wir die Nacht im Dormroom verbringen und morgen früh schon vor 6 aufstehen. Da startet nämlich unsere 2-Tages Kajaktour. Für die haben wir heute schon unsere Taschen mit Wechselkleidung und Essen gepackt und Martin ist auch vorbildlich schon ins Bett gegangen. Wir haben aber vorhin noch fleißig Bilder sortiert und davor hat Martin wirklich leckeres Abendessen gekocht. Alle glücklich und zufrieden.

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Ich berichte euch noch schnell, dass es in Te Anau einen kleinen Vogelpark mit Kakas, Pakekas, Enten und Gänsen, sowie Tahake gibt. Letztere fand ich besonders interessant, sie sehen ein wenig aus wie Pukeko, jedoch etwas größer und deutlich dicker. Sehr niedlich, zumindest was auf die Ferne erkennbar war und obendrein sind dies auch noch fluglose Tiere.

 

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Sonntag, 1. Januar 2012

Bummeln und Eis anschauen, da geht so ein Tag schnell rum

In unserem afrikanischen Hostel wurde zunächst ein wenig ausgeschlafen (also bis um 8) und dann haben wir uns zur Feier des Tages noch ein paar Eier von den hosteleigenen Hühnern genehmigt. In Form von wahlweise Rühr- oder Spiegelei (eine dritte Zubereitungsart wurde untersagt). Das übliche Spiel und dann ging es in die Stadt.

Ich wollte gern noch mal die Art Gallery besuchen und den anderen die beeindruckenden Jade-Schnitzereien zeigen. Es hat sich aber herausgestellt, dass sie anscheinend wegen der Feiertage geschlossen ist, zunächst sind wir aber durch Greymouth (an sich nicht weiter sehenswert) gewandelt und haben sehenswerte Punkte gefunden. Große Jade (Greenstone)-Steine zum Draufsitzen, tolle Läden mit allerlei Sachen, alte Seemänner und das Highlight war wohl der Seelöwe. Dieser schwamm im Grey River, umschwirrt von Möwen und war damit beschäftigt einen sehr großen Fisch zu essen und hat ihn dabei rumgewirbelt. Wirklich ein schönes Schauspiel. Mama und ich haben dann noch zwei unserer gestrigen Fundstücke löchern lassen (es sind zwar keine Greenstone, aber trotzdem schön) und dann hat Papi uns noch zwei schöne Anhänger spendiert (Jade bzw. Greenstone kauft man sich nämlich nicht selbst, sondern lässt es sich schenken).

IMG_5029 IMG_5035 warten auf Martin

Unser Ziel des Tage waren zwar die Gletscher, aber den Morgen haben wir erstmal mit Bummeln fortgesetzt. Der nächste Ort entlang der Westküste ist Hokitika. Schöne Häuschen, viel weißer Strand, tolle Schmuck und Kunstläden und natürlich Cafés. Wir haben von allem etwas genossen. Noch ein bisschen Geld ausgegeben, u.a. für einen Rugby und Ohrringe für Mami und dann ein feines Lunch. Mama und ich haben uns im Cheese Deli eine Käse- und Wurstplatte geteilt. Der reinste Augen- und Gaumenschmaus,tolle Auswahl and Käse, Schinken und Salami und dazu Obst, leckeres Brot und Cranberrysauce und Kräuterpesto. Und ich hab jetzt wirklich mein Lieblingsgetränk gefunden: Chaitee mit einem Schuss Espresso.

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So gestärkt sind wir erfolgreich bis zum Franz Josef (von seinem Erkunder Haast nach dem österreichischen Kaiser benannt) gefahren und dort den Weg bis zur Gletscherzunge gelaufen. Hin- und zurück immerhin 90 Minuten. Aber dafür gibt es erst Wald, dann Flussbett mit kleinen Flüssen und Bergen mit Wasserfällen außen rum und immer schon im Hintergrund und dann direkt vor dir, der Gletscher. Er scheint dreckiger zu sein als der Fox Glacier, aber mit seinem Eisbogen am Ende ist er ebenso imposant. Ein feiner Anblick und wieder ein Grund für viele Bilder. Ebenso die Pflanzen und tollen Steine überall.

IMG_5082 IMG_5083 ganz frisches Wasser, echt CIMG7953 CIMG7956 IMG_5098 IMG_5107 IMG_5121

Dann haben wir uns noch die restlichen Kilometer zum Fox Glacier aufgemacht, das Zimmer wurde bezogen und schon ging es zum Lake Matheson, dem Spiegelsee. Mt Cook und Abel Tasman haben sich natürlich hinter dichten Wolken versteckt, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Es war inzwischen auch schon Halb Acht und bis wir um den halben  See rum waren, war nicht nur der See relativ ruhig (wichtig für die Reflektionen), sondern auch die Wolken ein wenig aufgebrochen und wir konnten kurz den Mt Tasman und sehr lang den Mt Cook bewundern. Ich habe auch noch jemanden aus dem Hostel in Hamilton (vor 5 Wochen) wiedergetroffen und Papa hat sich mit einem Holländer unterhalten.

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Zum Abendessen haben Mama und ich Lamb Chops mit angebratenem Gemüse und Garlic Bread gezaubert und alle waren rundum zufrieden.

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Zum Frühstück hat es dann doch glatt geregnet und ungemütlich wars (aber natürlich nicht drinnen). Nach der üblichen Morgenroutine stand dann noch der letzte Gletscher auf dem Plan. Dieser wurde aber viel schneller bewältigt, vor allem weil es wie gesagt geregnet hat und dann war auch noch meine Regenjacke nicht mehr dicht. Aber wir haben ihn gesehen und es scheint von unten noch schöner zu sein als der Franz Josef. Ich muss da demnächst mal einen Vergleich starten. Zumindest waren wir schnell wieder im Auto und weiter ging es, auf in den Süden!

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