Samstag, 26. November 2011

Hinter den sieben Bergen

… bei den vielen Hühnern, Schafen, Kühen und einer sehr netten Familie.
Gestern bin ich also in Richmond angekommen. Stephen hat mich vom Bus abgeholt, wir waren kurz einkaufen und haben dann die Jungs (Max, 9, und James, 7) von ihrer Kinderdisko abgeholt). Der Weg von der Stadt bis hier raus führt über ein oder zwei Berge und schon befindet man sich mitten in den Bergen, an einem Ort ohne Handyempfang, aber dafür mit vielen singenden Vögeln und Ruhe vor der Zivilisation. Außerdem dauert dieser Fahrt ungefähr 15 Minuten.
meine Bleibe von oben Max und James
Ich habe mich schon gestern sehr gut mit Stephen und auch Tracy unterhalten und heute morgen ging das ganze weiter. Nach dem Frühstück hat Steph mich mit zum wöchentlichen Markt nach Nelson genommen. Viele tolle regionale Produkte, von Honig, über Greenstone-Schmuck, zu Blumen und Käse, etc. Wir haben uns durch die kostenlosen Probierportionen gefuttert (Dips, Honig-Whiskey, etc) und ein paar Kirschen gekauft. Dann haben wir noch eine Sightseeing-Runde durch Nelson gedreht und haben vor dem Church Hill einen unglaublich guten Kaffee genossen. Anschließend wurde die Kirche begutachtet, die ein wunderschönes Kirchenfenster, eine große Orgel und ein Labyrinth zu bieten hat. Nach einem Besuch des Informationscenters und Wissentanken über die drei Nationalparks der Region haben wir uns auf den Rückweg gemacht.
und Honig-Whiskey und Allerlei anderes probiert beim weiteren Spazieren gab es den bisher besten Kaffee Neuseelands direkt vor den Stufen zu Church Hill die Kirche hat ein ganz beeindruckendes Fenster Labyrinth vor dem Fenster nicht zu vergessen Es gibt auch eine Wurstladen
Wir sind noch bei der ehemaligen Rochdale CIder Co. vorbeigefahren, die von Stroke aufgekauft wurde. Der Laden an sich ist wirklich schön und mal kann draußen im Biergarten auf bequemen Sofas sitzen und den Leuten bei der Produktion zuschauen. Aber das macht das Bier leider nicht besser, sehr wässrig, kaum Unterschiede im Geschmack zwischen den Sorten, damit habn sie guten Malz zur Verfügung. Also sind wir weiter nach Hause gefahren.
IMG_9735 jetzt kann man zwar immer noch bei der Produktion zuschauen oder es sich wie Stephen bequem machen obwoh sie deutsches Malz verwenden...
Nach dem Lunch (selbstgemachte Pizza, die zwei Jungs hatten nämlich Freunde zu Besuch), haben Stephen und ich angefangen zu arbeiten. Zunächst haben wir die heruntergefallenen Äste und Rinden der Gumtrees aufgesammelt und ins Feuerloch befördert, das wird ein schönes Lagerfeuer abgeben. Dann haben wir Feuerholz produziert. Bei der letzten Flut wurden nämlich einige Baumstämme den Bach runtergespült und die hat Steph mit der Kettensäge verkleinert und ich hab die handlichen Stücke auf den Truck geladen. Das waren ganz schön viele, also haben wir eine kleine Erfrischungspause im grundstückeigenen Swimhole (eine Vertiefung des Baches, unglaublich erfrischend) eingelegt und haben dann das Wiesenstück, auf dem wir gearbeitet haben abgesteckt (außerdem habe ich den Wassertrog sauber gemacht). Somit war alles bereit für die sieben Stiere, die wir dann mit Hilfe von Tracy und den Jungs von der einen zur anderen Wiese geführt haben. Zum Glück waren sie sehr umgänglich und sind Stephen ohne Murren auch durch den Fluss gefolgt. Damit waren wir dann nach Abladen des Feuerholzes fertig für heute.
Zur Belohnung hat Stephen Feuer unter der Outdoor-Badewanne gemacht (die ich vorher von Laub und so befreit habe). So konnte ich heut Abend bei Sonnenuntergang dem Sternen beim Aufleuchten im warmen Badewasser (das Feuer war bereits erloschen) zuschauen, das war herrlich. Ein Bad unter freiem Himmel. Nach dem Feuer anmachen hatten wir uns ein Feierabendbier verdient und Jacky sich ganz viele Streicheleinheiten (meinte sie). So saßen wir und haben uns sehr gut unterhalten, bis Stephen rein ist um das Abendessen zu bereiten. Ich habe mir dann von den Jungs erst ihren kleinen Teich voller Kaulquappen zeigen lassen und dann eine gepflegte Runde Fußball mit ihnen gespielt. War, wie auch das Abendessen selbstgeschlachtetes Lamm in feinster Currysoße, später, alles sehr schön. Ich fühle mich hier wirklich sehr wohl.
Jacky will gestreichelt werden Stephen wärmt mein Badewasser
Nach meinem tollen Bad, liege ich nun in meinem wirklich gemütlichen Campervan, mein Bett ist groß genug, um auch der Katze des Hauses, Sassy, einen Platz zu bieten (sie hat nämlich vor meiner Tür gemauzt, da kann ich nicht nein sagen).
Sonnenuntergang von der Badewanne aus PB260016 PB260021
Internet habe ich hier nur tagsüber, wenn wir den Router anschalten. Aber ich genieße diese Ruhe und Abgelegenheit sehr, und am Donnerstag geht es ja auch leider schon wieder zurück auf die Nordinsel, aber die Zeit wird nun mal knapp und es gibt noch ein paar Dinge, die ich vor habe.

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