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Sonntag, 25. September 2011

Hausarbeit und Rugby live

Nachdem die Franzosen von den Neuseeländern nach dem gewohnt einschüchternden Haka Samstag Abend besiegt wurden, haben wir den Sonntag morgen gemütlich mit einem weiteren englischen Frühstück begonnen (diesmal mit Fish Fingers und Pilzen zu den Baked Beans on Toast). Ich bin jetzt also gelernt im English Breakfast zubereiten, falls da mal Nachfrage besteht. Ach ja, außerdem mussten alle Uhren umgestellt werden. Wir befinden uns jetzt nämlich in der Sommerzeit und sind euch damit schon 11 Stunden voraus.

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Der gesamte Sonntag war verregnet. So habe ich nach dem Frühstück die Spülmaschine ein und wieder ausgeräumt und im Anschluss beide Stockwerke ordentlich gesaugt. Das dauert schon ein bisschen. Währenddessen hat die Waschmaschine die Wäsche gereinigt (Multitasking), sodass ich dann Bernards Hemden Bügeln konnte. Zur Bügelunterhaltung gab es “The Sound of Music”, ein wirklich guter Film,  den ich jetzt endlich mal gesehen hab. Ich kannte auch schon ein paar der Lieder und Bernard konnte alle mitsingen o_O. Unterhaltsamer Nachmittag! Zur Stärkung gab es natürlich wieder Tea und ein Salmon Sandwich und zum Abendessen habe ich ein gutes Sirloin Steak mit Veggies angebraten. Wir mussten ja gestärkt sein für unser Abendprogramm.

Denn da stand das große Wellington-Erlebnis an: Ein Spiel des Rugby World Cups 2011 live ansehen. Es spielte Schottland gegen Argentinien. Wie mir erklärt wurde ein sehr interessantes Angebot, da Argentinien eines der Top-B-Devision-Teams ist und Schottland zu den schlechteren Teams der A-Division gehört. Sie sind leistungsmäßig also nicht zu weit auseinander. Wir sind mit dem Auto in die Stadt gefahren und haben dann den kostenlosen Shuttlebus zum Stadion genommen (ungefähr 10-15 Minuten von der Innenstadt). Nachdem das Spiel nicht ausverkauft war und das Wetter noch immer eher recht als schlecht, sind wir Alisas Karte leider nicht losgeworden. Das Stadion ist schön und sehr übersichtlich.

Unsere Plätze waren ganz unten, seitlich vom Feld, so hatten wir eine gute Sicht. Um uns rum waren vor allem Schottland-Fans- Zum Teil auch in Schottenröcken oder zumindest schottisch anmutenden Mützen. Sie haben auch gut Stimmung gemacht, aber sind an die Stimmungskanonen der Argentinier natürlich bei weitem nicht rangekommen.

und Schottenröcke, überall IMG_2294 da sitzt Bernard, mir wars dann nach 65 Minuten viel zu nass und kalt geworden und ich bin in den überdachten Bereich abgezogen

Vor Anpfiff konnten wir den Argentiniern auf unserer Seite beim Aufwärmen zuschauen. Dann wurde die Münze geworfen, Argentinien hat gewonnen und bestimmt, dass die Schotten anfangen. Nach den Nationalhymnen der beiden Länder ging es dann auch gleich mit dem ersten Kick los. Bisher war es noch eher trocken (also nur nieselig). Das hat sich aber nach 20 Minuten geändert. Wir haben festgestellt, dass den Sitzen ein Wasserauslauf fehlt. Aber die erste Halbzeit haben wir noch gut durchgehalten. Das Spiel war spannend, beide Teams gut und es hat wirklich Spaß gemacht zuzuschauen. Außerdem waren die Fans um uns rum unterhaltsam.

die Argentinier wärmen sich aufIMG_2310IMG_2322

Die Halbzeitpause wurde mit einem Snack (für mich Chips – in NZ Pommes) im Warmen verbracht. Das Spiel war immer noch sehr interessant, aber leider auch nasser und nasser. Ich bin für ein paar Minuten zum Aufwärmen reingegangen und hab den Rest des Spiels unter dem Dach verbracht. Argentinien hat am Ende gewonnen, auch wenn ich mich über die Schotten mehr gefreut hätte.

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Fazit: Rugby ist ja ganz lustig, mit den ganzen Männern die sich auf einen Haufen schmeißen, aber hmmm, nichts was ich jede Woche anschauen muss (wie Fußball auch).

Donnerstag, 22. September 2011

Vorschau: ein kurzer Überblick bis Mitte Oktober

Morgen Mittag wird mich Alisa also hier abholen und ich sag meiner kleinen Kuhfarm auf Wiedersehen. Aber die Evertons sehe ich schon um halb 7 in Wellington wieder. Nachdem Alisa und ich uns dann nämlich mit unserer neuen Bleibe bei Bernard in Karori (Stadtteil von Wellington) bekannt gemacht haben, werden Aoife und Lyndon mich dort abholen. Die Zwei sind nämlich zu einem Geburtstagsessen in der Stadt und brauchen noch einen Babysitter und da komme dann ich ins Spiel. Ich freue mich riesig. Die Familie wächst einem nämlich sehr schnell ans Herz.

Aber ab Samstag wird dann bei Bernard Hausarbeit gemacht und vielleicht auch Essen gekocht. Genaues werde ich dann berichten können. Und am Sonntag gehen wir drei ja gemeinsam zum Spiel der Schotten gegen die Argentinier. Da bin ich schon gespannt. Rugby live im großen Stadium. Das wird ein Spaß. Für Wellington steht außerdem eine ausgiebiger Stadtrundgang und natürlich das Museum (Te Papa) auf der Plan.

Meine Reise werde ich dann am 28.09 (Mittwoch) auf der 2:40pm-Fähre nach Picton fortsetzen. Es geht also auf die Südinsel. Für Picton hatte ich nun zwei oder drei Nächte und rumschauen angedacht, bevor es mit dem Bus weitergeht nach Kaikoura, wo ich weitere zwei-drei Nächte verbringen will. bevor ich dann Anfang Oktober auf meiner nächsten Farm, bei den Alpakas ankomme. Da bleibe ich wohl ungefähr zwei Wochen und habe auch wieder eine Adresse:

Claudia Zechel 
c/o Nicky Keller
607 Johns Road
Harewood
Christchurch 8051
New Zealand

Wie es danach weitergeht erfahrt ihr ein anderes Mal, und dann gibt es auch eine Adresse für meine Geburtstagskarten ;)

Sonntag, 11. September 2011

Wissen sammeln in Palmerston

Ich hatte noch einen schönen Sonntag in Palmerston North.

Den Morgen hab ich im süßen französischen Cafè mit einem Milchkaffee und Mandelcroissant begonnen.

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Anschließend bin ich in einen süß-aussehenden Perlenladen gegangen und hab zwei schöne Glasperlen entdeckt. Dann hab ich gefragt, ob ch daraus Ohrringe machen kann und schwups hab ich einen Schnellkurs in Schmuckherstellen bekommen und hatte ein paar neue Ohrringe :)

  da kann man das machen meine ersten selbstgemachten Ohrringe :)DSC02397

Nach einer Runde Window-Shopping bin ich dann ins Te Manawa und hab mir erst Bilder mit Maori-Abbildungen (größtenteils europäische Maler) angeschaut und dann eine wirklich gut gemacht lange Ausstellung über Flora und Fauna in der Umgebung. Alles darüber, wie die Berge entstanden sind, welche Tiere hier leben und gelebt haben und lauter solche Sachen. Unter anderem gab es ein rekonstruiertes Skelett von einem Moa abgebildet. Und ein ausgestopfter Kiwi und Kakapo. War sehr gut aufgearbeitet und auch dementsprechend viele Kinder dort.

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Im gleichen Gebäude befindet sich auch das Rugby Museum, im Gegensatz zum Te Manawa leider nicht kostenlos, aber mindestens genauso interessant. Es war ein großer Raum, in der Mitte gabs einen kleinen Sportbereich wo man sich im Rugby - kicking, tackling, leaping, sprinting or pushing - selbst ausprobieren konnte (also ich kann dieses Ei leider nicht gerade schießen :( ) und an den Wänden eine sehr aufschlussreiche und gut aufgearbeitete Ausstellung mit vielen Memorabilien und Geschichten. Hab fast zwei Stunden dort verbracht. Jetzt weiß ich einiges mehr über die Geschichte Neuseelands und des Rugbys.

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Und im Anschluss hab ich noch eine weitere schöne Blumenwiese und die schönste und originellste hässliche Stadt-Ecken-Aufhübschung bisher gesehen und gleich ne kleine Fotosession veranstaltet.

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So, abschließend hat es dann zum einen angefangen zu regnen und zum anderen sind mir kurz vorher noch drei schöne Gebäude über den Weg gelaufen. Den Regen hab ich erst mal bei leckerer Leber mit karamellisierten Zwiebeln ausgegessen und dann kam Suses Regenschirm mal wieder zum Einsatz. Ich bin zurück zum Hostel, hab meine Sachen geholt und Regenfertig gemacht (wie schön, dass sie ihre eigenen Regenjacken haben) und bin zum Bus gelaufen.

 IMG_0840IMG_0839 Garlic Liver with caramelized onions - lecka in Regenmontur

Meine Busfahrt habe ich dann neben ganz vielen Schülern, die zu einer (ich denke Privat)-Schule nach einem Wochenende bei ihren Familien gefahren sind. War aber ne gute Fahrt und mit nur 15 Minuten Verspätung kam ich abends um kurz nach 9 in Masterton an und wurde von Aoife abgeholt.