Heute haben wir uns fast ein bisschen gefühlt wie im Zoo, auf dem Plan standen am Ende des Tages folgende gesehene Tiere:
Aber von vorne. Zunächst sind wir gemütlich aufgestanden, haben uns Frühstück gemacht und dann alles wieder schön sauber hinterlassen (Chris und Henry waren schon arbeiten). Nach einer Runde tanken (Martin hat mit meiner Hilfe, seinen Schnitt von 10.66 auf 9l/100km runtergeschraubt) sind wir Richtung Dunedin gefahren. Wer sich auskennt, weiß, da kommt man fast unweigerlich an den Moeraki Boulders vorbei. Das war dann also Stopp Nummer eins. Wir sind am Strand entlang spaziert (inklusive schöne Muscheln und Steinen Finden) und haben uns dann dank fehlendem Schuhwerks auf die weiter im Meer befindlichen Boulder getraut (natürlich ist aber die Hose bisschen nass geworden) und auch sonst allerlei schöne Bilder von und mit Steinen und Meer gemacht.
Dann wollten wir uns noch die angeblich ähnlichen Steine am Shag Point anschauen. Hingefahren sind wir auch, wurden dann aber von den zahlreichen Fur Seals (Seehunden) abgelenkt, sodass wir die Steine gar nicht so recht bemerkt haben. Aber die schönen, agilen Meeresbewohner (und ihre Freunde die Kormorane und Möwen).
Dann ging es schnurstraks nach Dunedin und dort natürlich als allererstes auf die steilste Straße der Welt. Ich muss sagen, inzwischen ist sie mir ein wenig über, ich wollte mich nicht noch einmal diesen steilen Hang hochquälen. Aber Martin kannte kein Erbarmen. Es wurden die üblichen Bilder gemacht und dann wollten wir eine Mittagspause.
Bei meinem ersten Aufenthalt, habe ich hier ein herrliches Claudi-Café entdeckt, Modaks, sehr alternativ und urig mit wundervollem Essen und genau dort hat es uns natürlich hin verschlagen. Für mich gab es ein Gingerbreadlatte mit einem Schuss Espresso und einer vegetarischen Pizza (die schon fast an einen flachen Gemüsekuchen erinnerte und sehr lecker war). Martin hatte einen B.L.T. Bagel, mit einem wirklich wunderbar schmeckenden Bagel drauf. Also ein perfektes Mittagessen, nach dem wir unser sehr geräumiges Zimmer in Hogwartz (unsere Bleibe für die Nacht) bezogen haben.
Anschließend wurden die Pferde, aka Henry, wieder gesattelt und nach einer kurzen Einkaufspause (für unsere Nachmittagsverpflegung) ging es direkt auf die Otago Peninsula. Das ist die Halbinsel, die Dunedin vorgelagert ist und sie bietet neben dem einzigen Schloss Neuseelands (Lanarch Castle, nur gegen zu viel Geld einsehbar) eine umwerfende Tier- und Landschaftswelt.
Zunächst sind wir bis an die Spitze, Taiaroa Head, gefahren, an der sich eine Albatros Kolonie befindet. Dort kann man viel Geld zahlen, um mehr über die Tiere zu lernen und guten Einblick auf ein Nest zu bekommen. Oder man begibt sich an den Lookout neben dem Parkplatz, packt seinen Kuchen und seine Limonaden aus und harrt der Dinge die da kommen. In unserem Fall viele Albatrosse, nach ungefähr 10 Minuten Wartezeit. Die großen Vögel haben Kreise um den Leuchtturm, die Bucht und ab und zu auch nah an uns vorbeigezogen und wir und alle anderen haben uns riesig gefreut. Für die passende Geräuschkulisse haben mannigfach Möwen gesorgt und meine geliebten Kormorane (Shag) durften natürlich auch nicht fehlen.
Als weiteres Highlight und vor allem gute Pinguin-Beobachtungsstation war Sandfly Bay ausgewiesen. Also haben wir auf dem Rückweg (der im Gegensatz zum Hinweg nicht direkt am Meer, sondern durch die Hügel führt) eben dort Halt gemacht. Zunächst wurden wir von den 40 Minuten Weg bis zum Beobachtungsort abgeschreckt, aber dann hat uns blaues Meer und herrlich weißer Sandstrand so verlockend angegrinst, dass wir in Windeseile die Sanddünen hinunter gesaust sind und dann uns entschlossen hatten, die 800 Meter Sandstrand auch noch abzugehen.
Wir wurden auch belohnt, am Ende des Strands gab es nicht nur drei faul herumliegende Seelöwen, die nur ab und an mal eine Flosse gehoben haben, sondern auch einen sehr agil herum hüpfenden und sich putzenden Pinguin, der die paar umstehenden sehr amüsiert hat.
Nach diesem tierreichen Tag ist auch der sehr sandige (und dadurch rutschige) Rückweg nicht allzu schwer gefallen und Martin hat den Weg zurück in die Stadt erfolgreich gemeistert, während Kluftinger eine zweite Leiche entdeckt hat (unsere Autolektüre).
Zurück in der Stadt gab es einen Großeinkauf für das Abendessen und vor allem unsere Zweitages-Kajaktour ab Sonntag. All dieses ungesunde Dosen- und Tütenfutter kann nun endlich mal getestet werden. Ich habe natürlich trotzdem Angst, dass wir verhungern, aber trotzdem bin ich zuversichtlich und freu mich schon sehr auf dieses Abenteuer. Wieder am Hostel haben wir dann sogar noch einen Hedgehog (Igel) gesehen, Zootag eben.
Unser Abendessen war dann auch sehr lecker, Martin hat wieder Süßkartoffel angebraten, dazu Broad Beans (geschmacklich ne Mischung aus Erbsen und Bohnen) und dazu diese herrlichen Lamb Chops. Wir haben beim speisen dann auch gleich rausgefunden, dass wir uns perfekt ergänzen, so durfte ich Martins verschmähte Knochen abknabbern und alle sind glücklich.
Alle Bilder hier: Moeraki+Otago
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