Mittwoch, 26. Oktober 2011

Oamaru

Jetzt bin ich also in Oamaru. Heute früh hieß es, vor sechs aufstehen und um halb 7 los Richtung Christchurch. Odhran, Aoife und Zed sind extra 30 Minuten früher als Sonst losgefahren, damit ich den frühen Bus um 8 Uhr erwische. Im Bus habe ich dann erst einmal geschlafen. Durch den bald einsetzenden Regen war eh nicht viel zu sehen. Ich rede mir also ein nichts verpasst zu haben. Ich glaub ohne Regenwolken ist die Strecke ganz hübsch. Naja, in etwas mehr als zwei Monaten werde ich mit meiner Familie einen Teil der Strecke abfahren.

Nach dreieinhalb Stunden bin ich dann in Oamaru angekommen und Chris (mein neuer Host) hat mich abgeholt. Chris und Jill (er circa 45, sie wohl 40 Jahre alt) haben ein recht großes Grundstück mit derzeit 30 Schafen und 40 Lämmchen. Zu ihrem Land gehört ein toller Hügel, mit vielen Sandsteinvorkommen und unter anderem einem seit 100 Jahren ungenutzten Steinbruch. In diesem wollen sie ihren neuen Gemüsegarten einrichten, wenn das passende Haus daneben erbaut ist. Das Grundstück gehört ihnen nämlich erst seit einem halben Jahr und sie haben Großes vor.

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Chris arbeitet für den Stromanbieter als Ingenieur und prüft die Wünsche der Kunden vor Ort (wenn Stromleitungen zu neuen Häusern gelegt werden müssen, etc). Eben dies musste er gleich im Anschluss an meine Abholung tun und so konnte ich ihn zur Arbeit begleiten. Er hatte nämlich zwei Termine in Moeraki und da wollte ich sowieso hin. Da liegen nämlich ganz interessante Steine am Strand herum, die Moeraki Boulders. Ziemlich große, auf natürliche Weise entstandene kugelförmige Steine. Solche Vorkommen gibt es auch noch an ein paar anderen Orten der Welt, aber angeblich nirgendwo so groß und perfekt wie hier. Ich fands sehr schön. Vor allem die zwei auseinandergebrochenen, die wie ein Puzzle wirken fand ich beeindruckend.

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Nachdem die Arbeit erledigt war und die Steine bestaunt hat Chris mich auf ihrer Farm abgesetzt und ist zum Weiterarbeiten gefahren. Ich hab meine neue Bleibe begutachtet. Mein Zimmer ist schön. Sehr hell und das Bett bequem. Der Garten ist herrlich, viele zur Zeit blühenden Blumen und schön groß. Gleich daneben grasen die neuen Schafe und Lämmer. Auf der Farm haben bis zu 250 Tiere Platz, aber im Sommer ist nicht genug Gras für all die Tiere vorhanden und zur Zeit sind die Preise auch sehr hoch. Dann habe ich das Grundstück erlaufen. Da kann man doch glatt eine Stunde mit zu bringen. So groß ist es. Und die Sandsteine sind herrlich. Wirklich ganz schön, der hintere Bereich des Grunds, wo später das Haus entstehen soll.

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Abends kam dann auch Jill. Sie studiert zur Zeit Theologie, möchte Pastorin werden und arbeitet als Hochzeits- und Beerdigungsplanerin (dort hält sie auch die Reden). Sind beide sehr nett und es macht Spaß sich mit ihnen zu unterhalten. Außerdem lebt hier noch eine unglaublich süße Katze, die sich wohl für einen Schäferhund hält und immer aufpasst, wo die Menschen hingehen, um ihnen folgen und um die Beine streichen zu können. Und so kuschliges Fell. Am Samstag gibt es eine große Party, da wird der Steinbruch eingeweiht und vielen Freunden zum ersten Mal das Grundstück gezeigt. Wird bestimmt schön, eine große Grillparty. Ich bin gespannt und berichte.

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