Unser letzter Tag in Melbourne, hach es ist traurig. Ne, eigentlich nicht, also Melbourne ist wundervoll. Eine richtige Claudi-Stadt eben. Mit tollen kleinen Läden, wunderbaren Cafés, kleine feine Sachen an jeder Ecke zu entdecken und dann alles ohne wirkliches Großstadt-Feeling. Eine Stadt zum Wohlfühlen eben.
Das eine Kleid von letztens (zum Glück nicht das teure) ist mir nicht mehr aus dem Kopf gegangen und wir haben beschlossen, ich bekomm noch ein Urlaubskleidchen (ist ja Sommer und warm). Zum Glück ist der Laden (Friends of Couture) gleich um die Ecke. Also sind wir nochmal hin, die Verkäuferin hat uns gleich wieder erkannt und ich hab das entsprechende Kleid noch mal anprobiert. Es gab auch neue andere (reduzierte) Kleider und Martin hat doch glatt noch ein Blümchenkleid entdeckt. Guter Einkauf-Freund. Am Ende habe ich also zwei Kleider für unter $100 erstanden (auf alle Sale-Artikel gab es obendrein nochmals 20%) und alle sind glücklich.
Mein neues Blümchenkleid habe ich gleich angezogen und dann sind wir losgezogen. Für heute standen noch zwei Spaziergänge und ein Museum auf dem Plan. Zunächst haben wir noch einen Blick in St. Paul’s Cathedral reingeworfen und der erste Spaziergang hat uns durch wieder ganz neue Straßen, entlang der Hochhäuser geführt. Viele teure Läden und das Sofitel. Da kommt man auch als Nicht-Hotelgast rein und kann im 35. Stock aufs Klo gehen. Von dort hat man eine sehr guten Blick über die Stadt, das haben wir natürlich ausgenutzt.
Weiter gings am Parlamentsgebäude vorbei und dann sind wir in Little Bourke St eingebogen (aka Chinatown). Anders als erwartet gibt es dort aber keine chinesischen Supermärkte, sondern vor allem Restaurants. Haben also erst mal an einem Buffet zugeschlagen und uns dann von kostenlosen Proben in einem anderen Laden zu POP Tea überreden lassen (Martin hatte einen Ice Tea und ich einen Milch Tea, aber ohne die komischen Geschmacks-Kügelchen, die es noch zur Auswahl gab). War lecker und süß ;) Außerdem gab es noch eine Straße mit lustigen Schildern, eine gute chinesische Bäckerei und einen Laden mit lustigen Brillengestellen (ohne Gläser drin). Asiaten eben!
Von dort aus haben wir ein paar neue Straßen zurück ausprobiert. Das hat uns an Kunst vorbeigebracht und an Häuser von denen nur noch die Fassade stand (und dahinter neue Gebäude errichtet wurden). Außerdem waren wir in einem Buchladen, der viele uns unbekannte Bücher zu allerlei Themen geführt hat, wir haben eine lange Liste neuer Bücherwünsche. Als nächstes gab es einen Kaffee von einem kleinen süßen (und günstigen) Bistro gleich um die Ecke und weiter gings. Es gibt noch eine reine Graffiti-Straße, in der Nähe des Federation Squares, die wir noch nicht kannten. Da haben wir ein paar Fotos gemacht.
Dann haben wir die City Circle Tram mal in die andere Richtung genutzt und sind zum Melbourne Museum gefahren. Ich war erst etwas skeptisch, Martin meinte da gibt es Sachen zu Geschichte und Erdgeschichte. Also gar nicht mein Fall. Aber es hat sich rausgestellt, dass es dort auch eine Ausstellung zum Mind und überhaupt Psychologie im weiteren Sinne gibt. Da habe ich mein Wissen nochmal aufgefrischt, während Martin sich Dinosaurier-Skelette und Vulkangestein angeschaut hat. Außerdem durften wir als Studenten beide kostenlos rein (sie hat sich meinen Studentenausweis nicht genau angeschaut). War also viel besser als gedacht und es gab so viel, was wir in den 90 Minuten nicht geschafft haben. Also definitiv einen Besuch wert.
Auf dem Rückweg wollten wir wieder die Tram nehmen und haben dort erfahren (dank der guten Durchsagen), dass wir an einem Einkaufscenter vorbeifahren in dem der Shot Tower einer alten Bleigießerei integriert ist. Martin hatte davon schon gelesen und so haben wir uns das noch angeschaut. Auf dem Heimweg haben wir uns dann noch Essen besorgt. Da der Queen Victoria Market Montags leider geschlossen hat, haben wir uns heute für ein weiteres Picknick entschieden. So haben wir eine große Box Sushi gekauft und einen Pie dazu, sowie australischen Cider in Dosen (leider bei weitem nicht so gut, wie der neuseeländische). Martin hat dann noch bei einem Pommes-Stand “Poutine” bestellt, Chips (also Pommes) mit Gravy und Käse. Nicht schlecht, aber auch nicht umwerfend gut.
Ein Zwischenstopp im Hostel, zum Umziehen und Decke schnappen und um halb acht ging es diesmal in Richtung Fitzroy Gardens. Dort gibt es eine Statue von John F. Kennedy (warum auch immer) und das Cook Cottage. Das ist das älteste Gebäude Australiens. Es stand nämlich ursprünglich in Yorkshire und wurde irgendwann nach Melbourne verschifft. Angeblich haben dort mal Cooks Eltern drin gewohnt (nix genaues weiß man nicht). Die Gartenanlage ist aber auch sonst ganz hübsch und wir haben uns einen guten Ort zum Picknicken ausgesucht. Mit Blick auf die Hochhäuser und genug Platz über unseren Köpfen (zum Flughunde beobachten). Außerdem in der Nähe von Possumbäumen (die sind nicht glatt und haben keinen Possum-Kletterschutz dran). Wir wurden auch belohnt: sehr sehr viele Flughunde und zwei sich streitende Possums.
Auf dem Heimweg sind wir noch an lustiger Kunst vorbeigekommen und hatten noch einen tollen Abendspaziergang.
In den nächsten Tagen wird es wahrscheinlich erst einmal ruhig um uns werden. Morgen früh holen wir unseren Campervan und dann sind wir die nächsten drei Nächte auf Campingplätzen (die haben meist kein Internet). Wir sind schon ganz gespannt, was alles auf uns wartet.
Damit euch bis dahin nicht langweilig wird: Hier sind noch ganz viele Bilder von heute: Melbourne – letzter Tag
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen